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Vergewaltigung: Prozess wurde vertagt

Fußach - Ein 24-jähriger Türke der in Deutschland wohnt, soll am 14. Juni dieses Jahres versucht haben, ein 14-jähriges Mädchen in Fußach hinter eine Tankstelle zu zerren um sie zu vergewaltigen.

Darum saß der Mann am Montagnachmittag auf der Anklagebank vor einem Schöffengericht in Feldkirch. Er und sein 23-jähriger Landsmann aus Höchst sind vor der Tankstelle auf die 14-Jährige und deren Freundin getroffen. Gekannt hat er das Mädchen nicht. „Ich habe nichts von ihr wollen, sie hat mich hinter der Tankstelle mit dem Inhalt ihrer Flasche bespritzt, und da hab ich halt zurückgespritzt,“ lässt der Angeklagte über seinen Dometscher wissen. Er ist zwar seit drei Jahren mit einer Deutschen verheiratet, spricht aber kein deutsch.

„Nur“ gestolpert

Ob er versucht habe das Mädchen zu küssen, hakte Richter Mück nach. Sie sei gestolpert und er habe sie lediglich aufgefangen. Das war alles. Außerdem sei sie betrunken gewesen, so der Angeklagte.

Zeugenaussagen fehlen

Das konnte der Tankstellenpächter der als Zeuge geladen war so nicht bestätigen: „Die Mädchen haben nix gekauft und waren auch nicht betrunken. Ich habe gesagt, sie sollen machen das sie nach Hause kommen.“ Das taten sie nicht. Denn vor Gericht hat das 14-jährige Opfer angegeben, der 24-Jährige hätte sie angegriffen, an der Hose gerissen und abgeleckt. Das Gericht hoffte vergebens auf die Aussagen des Mittäters und auf die 15-jährige Freundin des Opfers. Beide erschienen nicht. Die Hauptverhandlung wurde auf kommenden Montag vertagt. Der mutmassliche Täter bleibt bis dahin in Untersuchungshaft.

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