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Verfahren gegen Ex-Richter wurde teilweise eingestellt

Marent: "Ich war 45 Jahre lang bei Gericht tätig und habe mir noch nie etwas zuschulden kommen lassen."
Marent: "Ich war 45 Jahre lang bei Gericht tätig und habe mir noch nie etwas zuschulden kommen lassen." ©VOL.at
Bregenz, Feldkirch - Keine Testamentsfälschung: Verfahren gegen Karl-Heinz Marent ein­gestellt – Staatsanwaltschaft ermittelt noch wegen Unterschlagung.

Die Ermittlungen gegen den Bregenzer Stadtvertreter (Bregenz denkt) und pensionierten Bezirksrichter KarlHeinz Marent in Zusammenhang mit einer 800.000 Euro schweren Erbschaft sind teilweise eingestellt worden. Das bestätigte Gerichtssprecher Reinhard Flatz gestern auf VN-Anfrage. Wie Flatz mitteilte, habe der Beschuldigte einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens gestellt. Diesem sei am 23. Dezember teilweise stattgegeben worden. Was den Vorwurf der Testamentsfälschung betrifft, „rechtfertigt der bestehende Tatverdacht nach Dringlichkeit und Gewicht sowie im Hinblick auf die bisherige Dauer und den Umfang des Ermittlungsverfahrens dessen Fortsetzung nicht“, zitiert der Sprecher die Strafprozessordnung. Sprich: Die Staatsanwaltschaft, die in dem Testamentsfall mehr als eineinhalb Jahre ermittelte, konnte Marent kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachweisen.

Sparbuch

Ganz ausgestanden ist die Sache für den Bregenzer Stadtvertreter aber noch nicht. So geht die Staatsanwaltschaft unter anderem dem Verdacht der Unterschlagung nach, wie Behördensprecher Heinz Rusch auf Anfrage bestätigt. Nähere Angaben wollte Rusch nicht machen.

Karl-Heinz Marent, für den die Unschuldsvermutung gilt, weist die Vorwürfe von sich. „Da geht es um ein Sparbuch, dass ich laut einer Anzeige verschwinden lassen haben soll. Das stimmt einfach nicht. Ich habe es von der Erblasserin geschenkt bekommen. Da gibt es sogar eine entsprechende Urkunde und Zeugen.“ Das Verfahren, so Marent weiter, sei nur deshalb noch nicht zur Gänze eingestellt, weil er zu dieser Sache noch nicht angehört worden sei.

Streit um Erbkuchen

Wie berichtet, hatte Marent im Jahr 2009 ein beträchtliches Vermögen – mehrere Hunderttausend Euro Bargeld und ein Grundstück in Bregenz-Rieden – von einer gut betuchten Oberstudienrätin geerbt. Ein Ehepaar aus Bregenz, das die Frau bis kurz vor ihrem Tod gepflegt haben soll, wollte ein Stück vom Erbkuchen und klagte den pensionierten Richter auf 60.000 Euro. Zur Staatsanwaltschaft kam der Fall, weil die Betreuer plötzlich auch die Echtheit des Testaments bezweifelten. Karl-Heinz Marent („Die Kläger bekommen keinen Euro von mir“) hat mittlerweile die Fortführung des Zivilverfahrens beantragt und einen Ablehnungsantrag gegen die zuständige Richterin eingebracht. Diesem wurde stattgegeben. Die beiden Kläger, die ihre Zweifel an der Echtheit der letztwilligen Verfügung bekundet hatten, zeigte er wegen Verleumdung an.

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