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"Vereine im Fokus": Badminton ist ein Virus

Wilfried Gruber (erste Reihe, dritter v.l.) mit Vereinskollegen und den "Jungen" des BCB.
Wilfried Gruber (erste Reihe, dritter v.l.) mit Vereinskollegen und den "Jungen" des BCB. ©Daniela Lais
Vereine im Fokus: Badmintonclub Bregenz

Von Problemen lässt sich der BCB nicht unterkriegen.

Bregenz. “Badminton ist nur ein Spiel, aber wert gespielt zu werden”, schwärmt Wilfried Gruber über seine Lieblingssportart. Gruber ist seit 1976 Jugendtrainer des Badminton Club Bregenz und das Urgestein der Vereins. Seit 1964 hält er den Schläger in der Hand und gibt seine Erfahrungswerte heute an die fünf Jugendlichen und zwei Junioren weiter, die neben fünfzehn weiteren aktiven Spielern Bestandteil des Vereins sind. Der Badminton Club Bregenz ist ein kleiner Verein, der über die letzten Jahre mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hatte.

Tiefschlag für Verein

1968 in Fußach gegründet, wurde in Bregenz trainiert, da Fußach keine geeignete Halle zur Verfügung stand. Immer mehr Spieler aus Bregenz und Umgebung strömten zum Verein, der sich nach dem Bau der Fußacher Mehrzweckhalle spaltete. Die Spieler aus Bregenz hielten dem Verein die Stange, während die Fußacher in die Heimatgemeinde abwanderten. Aus dem einstigen 1.BCV Fußach entstand der BCB – Badminton Club Bregenz. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein starker Verein, der an Schüler- und Jugendmeisterschaften, sowie an einem Internationalen Badmintonturnier, das zahlreiche Spitzensportler nach Bregenz lockte, Anteil hatte. Der BCB stellte bis zu vier Mannschaften, die regelmäßig an Mannschaftsmeisterschaften teilnahmen. Die erste Mannschaft des BCB spielte ganz vorne in der Staatsliga mit. “Mit der Staatsliga kamen aber auch die Probleme. Die Kosten für den Spielbetrieb waren so hoch, dass der Vorstand aus der Staatsliga aussteigen wollte. Es boten sich auch keine Sponsoren, die die Kosten abdecken konnten”, erklärt Gruber das damalige Dilemma. Schließlich trennten sich die Spitzenspieler von Bregenz und wanderten nach Dornbirn ab. “Das war ein schwerer Tiefschlag den der Verein hinnehmen musste, wir sind jetzt wieder dabei aus diesem Wellental herauszufinden”, so Gruber.

Hallenkosten fressen auf

“Die Probleme in Bregenz liegen einfach darin, dass die Hallenkosten sehr hoch sind und eigentlich alles auffressen. Für Trainer und Meisterschaftskosten ist kaum mehr Geld vorhanden”, moniert Gruber. Trotzdem bemüht sich der versierte Trainer seine Schützlinge ganz nach oben zu bringen. Junge Talente werden gefördert, aber auch Spieler die nur aus Freude am Spiel mit dabei sein wollen, können sich im Spiel rund um den dreizehn Gramm Kielfederball betätigen. Zwölf Jahre ist der jüngste Spieler der Riege, 72 der Älteste – ein Sport für fast jedes Alter, der auch bei jeder Witterung gespielt werden kann. Wenn Gruber über die Vorzüge spricht, dann fallen ihm die komplette Körperbetätigung, die Kondition und die Kameradschaft im Verein ein. Aber auch, dass jeder im Spiel für sich selbst verantwortlich ist. Und eines muss er dann am Schluss noch anmerken, etwas, das man erst erlebt, wenn man den Schläger einige Male in die Hand genommen hat – “Badminton ist ein Virus, wenn man einmal angefangen hat, kann man so schnell nicht mehr aufhören”, schmunzelt Gruber. LAI

Info: Jugendliche ab 12 Jahre, die Interesse an Badminton haben, können direkt zum Training, jeden Donnerstag, ab 18.15 Uhr, in der Turnhalle des BG Blumenstraße vorbei kommen. Auch über http://www.badmintonclubbregenz.com/ kann man sich informieren.

“Vereine im Fokus” – die Zahlen:
1976 hat Wilfried Gruber damit begonnen, die “Jungen” zu trainieren
5 Jugendliche, 2 Junioren und 15 ältere Spieler sind aktive Mitglieder des Vereins
2 mal pro Woche findet ein Training statt
13 Gramm wiegt der Kielfederball mit dem gespielt wird
1968 wurde der 1. BCV Fußach gegründet, der später zum BCB wurde

“Vereine im Fokus” – Umfrage: Seit wann bist du beim BCB?

Ich bin jetzt schon seit zwei Jahren beim Verein. Mir hat Badminton schon in der Schule gut gefallen und darum bin ich zum BCB gegangen.
(Chanel, 15 Jahre)

Seit eineinhalb Jahren spiele ich jetzt mit. Früher habe ich Fußball gespielt, das ließ sich aber mit den vielen Trainings mit der Schule nicht mehr vereinbaren. Hier gefällt es mir sehr gut, mein Papa war früher auch Badmintonspieler.
(Tobias, 15 Jahre)

Vor eineinhalb Jahren habe ich mich entschlossen zum BCB zu gehen. Davor habe ich immer im Strandbad Badminton gespielt. Chanel hat mir dann gesagt, ich soll doch auch zum Verein kommen.
(Manuel, 14 Jahre)

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