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Verdächtiger im Fipronil-Eier-Skandal in Belgien verurteilt

Vier Jahre nach dem Skandal um giftiges Fipronil in Hühnereiern ist in Belgien einer der Hauptverdächtigen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Zwei Jahre der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag meldete. Der heute 49-jährige Angeklagte hatte nach Feststellung des zuständigen Gerichts in Antwerpen vor Jahren ein "Wundermittel" gegen den in Hühnerställen verbreiteten Schädling Rote Vogelmilbe auf den Markt gebracht.

Das Produkt enthielt jedoch verbotenerweise das Gift Fipronil, das anschließend in Eiern nachgewiesen wurde. Wegen des Skandals im Sommer 2017 mussten Millionen in der ganzen EU ausgelieferte Eier vernichtet werden, auch in Österreich. Hunderte Hühnerfarmen wurden zeitweise gesperrt, vor allem in Belgien und den Niederlanden.

Fipronil ist als Mittel zur Schädlingsbekämpfung zugelassen, allerdings nicht in der Lebensmittelproduktion. Das Gift gilt als gesundheitsschädlich. Die damals nachgewiesenen Mengen waren allerdings meist relativ gering.

Ein erster Verdachtsfall war in Belgien im Juni 2017 bekannt geworden. Die Behörden standen heftig in der Kritik, weil dies erst Wochen später über das europäische Schnellwarnsystem an die übrigen EU-Länder weitergegeben worden war. Im Laufe der Ermittlungen wurde deutlich, dass das giftige Mittel schon Monate, wenn nicht Jahre vorher eingesetzt worden war.

(APA/dpa)

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