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Verdacht auf indische Corona-Variante in Salzburg

Das Ergebnis der Sequenzierung liegt noch nicht vor
Das Ergebnis der Sequenzierung liegt noch nicht vor ©APA/
In Salzburg ist diese Woche erstmals eine Coronainfektion nachgewiesen worden, bei der es sich wahrscheinlich um die in Indien grassierende Variante des Virus handelt. Das Screening nach dem PCR-Test wies darauf hin, eine Bestätigung durch eine Sequenzierung steht aber noch aus. Betroffen ist eine im Flachgau lebende Inderin, die vorige Woche nach einem Heimataufenthalt nach Salzburg zurückgekehrt ist, sagte Franz Wieser, der Sprecher des Landes, zur APA. 

Die Frau ist laut Wieser Mitte voriger Woche aus Indien zurückgeflogen. Am Dienstag dieser Woche führte sie am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest durch, der positiv ausfiel. Der nachfolgende PCR-Test bestätigte die Infektion. "Beim Screening ist dann der Verdacht auf die indische Mutation aufgetaucht", sagte der Sprecher. Die Inderin wies zum Zeitpunkt des Tests keinerlei Symptome auf, ob sie inzwischen erkrankt ist, war nicht bekannt.

Über die Frau und deren Familie wurde Quarantäne verhängt, bei einer Tochter soll angeblich inzwischen auch ein positiver Test vorliegen, was Wieser aber nicht bestätigen konnte. "In Salzburg werden alle positiven Proben von den Behörden im Contact Tracing wie Mutationen behandelt. Das heißt, es werden die strengen Bestimmungen zur Nachverfolgung von Virusvarianten flächendeckend angewendet. Somit wurden auch in diesem Fall von Beginn an alle Maßnahmen konsequent durchgeführt", sagte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

Bei der Kontaktnachverfolgung stellte sich heraus, dass die Inderin am Montag, 26. April 2021, in der Zeit von 7.45 Uhr bis 8.20 Uhr in der Lidl-Filiale in der Münchner Bundesstraße 10 in der Stadt Salzburg einkaufen war. Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dort aufgehalten haben, sollen sich deshalb bei der Gesundheitsberatung 1450 oder direkt bei der Gesundheitsbehörde unter 0662 8180 5981 melden.

Bei der indischen Virus-Variante B.1.617 handelt es sich um eine gefährliche Kombination der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Noch ist unklar, ob diese Form tödlicher als bisherige Mutationen ist. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) deuten vorläufige Studienergebnisse darauf hin, dass sich B.1.617 schneller ausbreite als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten.

(APA)

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