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Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen fürchtet um Geld für Neubau

Die Wohnbauförderung soll fast nur mehr für klimapolitische Ziele verwendet werden, kritisierte der Obmann des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), Karl Wurm, heute, Donnerstag, auf einer Pressekonferenz.

Er befürchtet, dass bald nicht genügend Geld für geförderte Neubauten zur Verfügung steht.

Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft begrüße zwar grundsätzlich den Plan, durch eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern verbindliche Zielsetzungen für Umweltschutzmaßnahmen im Wohnbau festzulegen. Der von Umweltminister Josef Pröll dazu präsentierte Entwurf für eine 15a-Vereinbarung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor lasse allerdings ein “deutliches Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit” erkennen.

Das aktuelle Mittelaufkommen für Wohnbauförderung mache die beabsichtigte wärmetechnische Verbesserung der bisher thermisch unsanierten Bestände aus den Baujahren 1950 bis 1980 unfinanzierbar. “Derzeit verwenden wir 533 Mio. Euro für die Sanierung von etwa 35.000 Wohnungen pro Jahr”, so Wurm.

Insgesamt müssten in Österreich bis 2020 den Plänen des Umweltministeriums zufolge 980.000 Wohnungen thermisch saniert werden. Das Gros davon bilden rund 535.000 Eigenheime sowie 320.000 private Miet- und Eigentumswohnungen. Die derzeitige Sanierungsleistung müsste also auf das 2,5-fache erhöht werden. “Dafür wären in den kommenden zehn Jahren bis zu 2,2 Mrd. Euro jährlich nötig”, so Wurm.

Das entspreche dem derzeit gesamten Aufkommen für die Wohnbauförderung – 2,4 Mrd. Euro stehen derzeit für die Errichtung von Neubauten und die Sanierung zur Verfügung. “Wenn man das so macht, gibt es in Österreich bald keinen gemeinnützig geförderten Neubau mehr”, sagte Wurm. Dabei würden derzeit wegen der Zuwanderung zwischen 53.000 und 56.000 neue Wohnungen pro Jahr gebraucht.

Seit wenigen Tagen liegt der Begutachtungsentwurf für eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über Maßnahmen im Gebäudesektor zur Reduktion der Treibhausgasemissionen vor. Die Zielsetzung sei klar. Weitgehend unklar sei jedoch, wie das praktisch gehen und wer das bezahlen soll. “Wie bringe ich 530.000 Eigenheimbesitzer dazu, thermisch zu sanieren?”, fragte Wurm. Zu einem Gutteil stünden die Wohnungen im Eigentum von Pensionisten, die die Heizkostenersparnis nicht mehr hereinwirtschaften könnten. Für viele rechne sich eine Sanierung nicht, entsprechend gering sei die Bereitschaft zu investieren. “Es müssten Anreize und Sanktionen geschaffen werden”, betonte der GBV-Obmann. Des weiteren müsste das zeitliche Ziel 2020 nach hinten verschoben werden.

Der gesamte Gebäudebereich sei in Österreich für 16 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich, 10 Prozent davon entfallen auf Wohnraum, 6 Prozent auf Büros. Die GBV habe ihre Hausaufgaben betreffend thermischer Sanierung weitgehend erfüllt. 70 bis 80 Prozent des gemeinnützigen Wohnungsbestands seien bereits saniert.

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