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Verband europäischer Druckmuseen

Das im Jahr 2000 gegründete Buchdruckmuseum „druckwerk“ in Dornbirn hat sich in den drei Jahren seines Bestehens international einen Namen gemacht.

Museumsleiter Eckhard Gorbach wurde nun anlässlich der Gründung des Verbandes europäischer Druckmuseen in den Vorstand der Vereinigung gewählt. Der „Association of European Printing Museums“ gehören derzeit 15 Druckmuseen aus acht Ländern sowie der „Internationale Arbeitskreis Druckgeschichte“ an.

Die Bewahrung der „Schwarzen Kunst“ nicht nur als altes Handwerk, sondern als „bedeutenden Teil der Technik- und Arbeitsgeschichte“ bezeichnete Museumsleiter Gorbach im Gespräch mit der APA als Hauptziel des Verbandes. Darüber hinaus gehe es um Informationsaustausch sowie um Dokumentation und Weitergabe des Know-how zur Wartung und Reparatur von historisch bedeutsamen Maschinen. „Die in den Druckmuseen tätigen Fachkräfte des grafischen Gewerbes werden bald pensionsbedingt ausscheiden“, so Gorbach. Dem Museumsleiter ist es ein großes Anliegen, „dass die Kenntnisse dieser Meister, die noch gewerblich den Buchdruck, das Setzen mit Blei, den Tiefdruck ausgeübt haben, an die nächste Generation weitergegeben werden“.

Das „druckwerk“ in Dornbirn verfügt über zwei Kniehebelpressen aus den Jahren 1850-1880, vier Linotypes aus den Jahren 1912-1935, fünf Druckzylinder von 1927-1964, fünf Drucktiegel – darunter ein „Boston-Tellertiegel“ – samt Plakatschriften, vier Abziehpressen, 700 Setzkästen sowie drei Tonnen nicht ausgepackte Neuschrift. Neueste Errungenschaft ist ein Buchdruckzylinder „Rekord“ von Bohn & Herber aus dem Jahre 1927 mit Handanlage, auf dem Linol- und Holzschnitte gedruckt werden können. Im vergangenen Jahr zählte das „druckwerk“ knapp 3.000 Besucher.

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