AA

Veranstaltungen im jüdischen Museum

©Jüdisches Museum Hohenems
Das jüdische Museum Hohenems bietet am 17. und 18. September zwei Veranstaltungen für Kultur-Interessierte an.

Nah und doch so fern

Zugänge zur modernen türkischen Literatur, Mittwoch, 17. September 2008, 20 Uhr

Vortrag von Serpil Polat

Die Türkei ist der Schwerpunkt der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt – und wir machen das Thema zu einem kleinen Schwerpunkt der Lesegesellschaft im Jüdischen Museum. Serpil Polat (Bregenz) schildert aus der Perspektive einer Literatin und engagierten Leserin türkischer wie deutscher zeitgenössischer Literatur die aktuellen Tendenzen des Literaturschaffens in der Türkei sowie unter türkischen MigrantInnen in Westeuropa.

Der Abend lädt ein zu einer Auseinandersetzung über ein literarisches Schaffen, das trotz der Nähe von „Türkischem“ insgesamt recht fern geblieben ist. Dabei gäbe es viel zu entdecken – unter anderem die Gründe, warum moderne türkische Literatur bei uns recht wenig bekannt ist und weshalb Literatur von Migrantinnen und Migranten immer noch und vor allem als „Migrantenliteratur“ verstanden wird.

Eine Veranstaltung der Lesegesellschaft im Jüdischen Museum Hohenems

  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Kartenreservierung: office@jm-hohenems.at | Tel. 0043 (0)5576 73989 0
  • Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Hohenems | Schweizer Str. 5 | 6845 Hohenems

  • Die Geschichte des österreichischen Judentums

    Buchvorstellung, Donnerstag, 18. September 2008, 19.30 Uhr

    „Immer ging mein Blick auf das Ganze und das Wesentliche des Judentums, von den Patriarchen der Bibel bis zur zionistischen Moderne Israels. Ich versuchte die Detailgebiete der Forschung insgesamt als eine Ganzheit zu verstehen. Keine Detailgeschichte irgendeiner Epoche allein führt zum Verständnis der sakralen Tragik der jüdischen Existenz, sondern nur der Blick auf das Ganze“. Diesem Grundsatz ist Univ. Prof. Dr. Kurt Schubert auch in diesem in seinen letzten Lebensmonaten verfassten Werk treu geblieben. Die Geschichte des österreichischen Judentums, die im September im Böhlau Verlag in Wien erscheint, ist in ihrer prägnanten Kürze ein Meisterwerk, das sich nicht nur durch umfassendes Wissen auszeichnet, sondern auch ein besseres Verständnis jüdischer Existenz ermöglicht.

    Kurt Schubert, am 4. März 1923 in Wien geboren, baute an der Universität Wien, an der er 60 Jahre unterrichtete, die erste Judaistik im deutschen Sprachraum auf. Viele Akteure der heutigen Forschungs- und Museumslandschaft – und nicht zuletzt die Gründung des ersten österreichischen jüdischen Museums nach 1945 in Eisenstadt – sind bis heute von ihm entscheidend geprägt worden, auch wenn sich der Horizont der Debatten inzwischen über den des christlich-jüdischen Verhältnisses hinaus erweitert hat. „Meine Verwurzelung im Christentum und meine Liebe zum Judentum sind wie Zahnräder, die ineinander greifen und einander ergänzen“ – dies war Kurt Schuberts Leitsatz, der sein Leben und Wirken prägte. Prof. Schubert ist am 4. Februar 2007 gestorben.

    Gemeinsam mit dem Herausgeber des Buches, Dr. Bernhard Dolna, wollen wir Kurt Schuberts Vermächtnis vorstellen und diskutieren. Ein kurzer Film des ORF über Kurt Schubert wird in die Veranstaltung einführen.

  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Kartenreservierung: office@jm-hohenems.at | Tel. 0043 (0)5576 73989 0
  • Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Hohenems | Schweizer Str. 5 | 6845 Hohenems
  • Quelle: Presseaussendung Jüdisches Museum Hohenems

    home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Veranstaltungen im jüdischen Museum
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen