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Veraltetes Abrechnungssystem für Ärzte in Vorarlberg

Abrechnungssystem für Ärzte wird diskutiert
Abrechnungssystem für Ärzte wird diskutiert ©Erwin Wodicka
Schwarzach - Ärztemangel verschärft sich. Die VGKK und Ärztekammer haben Sondierungsgespräche aufgenommen und prüfen neue Abrechnungsmodelle.
Abrechnungssystem soll adaptiert werden

Das derzeitige System hat Verbesserungsmöglichkeiten: Das sehen Ärztekammerpräsident Michael Jonas sowie VGKK-Obmann Manfred Brunner „unisono“. Verhandelt wird allerdings erst wieder, wenn die beiden Parteien verschiedene Anpassungsmöglichkeiten und Modelle geprüft haben. VGKK-Obmann Manfred Brunner erklärt im VOL.AT-Gespräch das aktuelle System: „Am Beginn eines Quartals bekommt ein Arzt für die Behandlung der Patienten eine höhere Abgeltung. Gegen Ende des Quartals bzw. wenn er mehrere Patienten untersucht hat, senkt sich der Punktewert.“ VGKK-Obmann Manfred Brunner findet das System grundsätzlich gut: „Das System ist darauf ausgerichtet, dass die Patienten gut behandelt werden und der Arzt sich für diese auch Zeit nimmt.“ Es gehe nicht um die Masse, sondern um den einzelnen Patienten sowie die Qualität der Behandlung. Das Abrechnungssystem ist allerdings schon alt und besteht in dieser Form seit den 50er-Jahren.

Ärztemangel bereitet Probleme

Vorarlberg kämpft derzeit mit einem Ärztemangel. Es wird immer schwieriger ausscheidende Ärzte- oder neugeschaffene Stellen nachzubesetzen. Für Brunner stellt sich daher die Frage. „Wie schaffen wir es, die bestehenden Ärzte zu motivieren, mehr Patienten pro Quartal zu behandeln, damit wir den Engpass irgendwie auf diese Weise begleichen können.“ Einfach neue Stellen zu schaffen macht laut Brunner keinen Sinn. „Wir können diese einfach nicht nachbesetzen.“

Noch keine Verhandlungen

Die VGKK befindet sich derzeit in Sondierungsgesprächen mit der Vorarlberger Ärztekammer. Das angeführte Problem wurde bereits angesprochen und diskutiert. „Wir schauen jetzt, wie so ein System aussehen könnte. Konkrete einzelne Beispiele oder Modelle liegen noch nicht für die Öffentlichkeit zur Diskussion vor“, erklärt Manfred Brunner. Die VGKK wolle erst einmal abgleichen, welche Modelle und Anpassungsmöglichkeiten relevant sein könnten. Dann werde man diese intern diskutieren und anschließend mit der Ärztekammer die Verhandlungen wieder aufnehmen.

VKGG-Obmann Manfred Brunner im Gespräch:

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(VOL.AT/ Schmidt)
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