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VCÖ fordert Aus für Licht am Tag

VCÖ gibt an, dass Vorarlbergs Autofahrer das "Licht am Tag" bisher fünf Millionen Euro kostete. Der zusätzliche Spritverbrauch soll drei Millionen Liter verursachen und 7.000 Tonnen des Treibhausgases CO2.

Schwarzach – Die Pflicht zu Licht am Tag ist Vorarlbergs Autofahrer teuer gekommen, stellt der VCÖ zum 1. Jahrestag von Licht am Tag fest. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass Licht am Tag Vorarlbergs Autofahrer insgesamt rund fünf Millionen Euro gekostet hat. Der zusätzliche Spritverbrauch von drei Millionen Liter hat die Umwelt mit 7.000 Tonnen Kohlendioxid belastet. Österreichs Unfallstatistik zeigt, dass entgegen dem allgemeinen Trend die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger, Radfahrer, Moped- und Motorradfahrer gestiegen ist. Der VCÖ fordert die Abschaffung von Licht am Tag.

„Die Pflicht zu Licht am Tag belastet die Autofahrer und die Umwelt und bringt für die Verkehrssicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer große Nachteile“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer zum 1. Jahrestag der Pflicht von Licht am Tag fest.

Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt die Auswirkungen von Licht am Tag für Vorarlberg. Insgesamt entstanden Vorarlbergs Autofahrer durch zusätzlichen Spritverbrauch, Lampenverschleiß und die Umrüstung auf Tagfahrlicht Kosten von mindestens drei Millionen Euro. Weiteres Ergebnis der VCÖ-Untersuchung: Durch Licht am Tag gelangten allein in Vorarlberg zusätzlich 7.000 Tonnen CO2 in die Luft.„Die Autofahrer wären bereit, diesen Beitrag zu zahlen, wenn Licht am Tag mehr Verkehrssicherheit bringt. Leider ist aber gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer das Gegenteil der Fall“, weist VCÖ-Sprecher Gratzer auf Österreichs Unfallstatistik hin.

Die Warnungen des VCÖ vor Einführungen von Licht am Tag haben sich bestätigt: Durch Licht am Tag werden jene schlechter gesehen, die kein Licht (Fußgänger) oder nur ein Licht (Moped- und Motorradfahrer) haben, deren Unfallrisiko steigt. Obwohl allgemein die Zahl der Verkehrstoten in Österreich bis Ende Oktober um 7,4 Prozent zurückgegangen ist, ist die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger, Radfahrer sowie Moped- und Motorradfahrer leicht gestiegen. Besorgniserregend ist der Anstieg der Fußgängerunfälle von Kindern. Bis 30. September sind 625 Kinder als Fußgänger bei einem Verkehrsunfall verletzt worden, im Vorjahr waren es 611.

„Auch bei diesen Gruppen hätte die Zahl der Unfälle heuer zurückgehen müssen. Dass stattdessen die Unfälle der schlecht beleuchteten Verkehrsteilnehmer gestiegen sind, zeigt, dass Licht am Tag für diese Gruppe das Unfallrisiko erhöht. Es ist höchste Zeit, dass die Pflicht zu Licht am Tag abgeschafft wird“, fordert VCÖ-Sprecher Gratzer.

Zahlen für ganz Östereich

Für Österreich belaufen sich die zusätzlichen Kosten auf mehr als 80 Millionen Euro. Die zusätzlichen CO2-Emissionen durch den erhöhten Spritverbrauch betragen österreichweit rund 160.000 Tonnen.

(Quelle: Presseaussendung von VCÖ)

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