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Vatikanische Museen als Schularbeitensaal für Riedenburg-Schülerinnen

Die SchülerInnen der Riedenburg und des Formatio mit ihren Professoren im Vatikan.
Die SchülerInnen der Riedenburg und des Formatio mit ihren Professoren im Vatikan. ©Vatikanische Museen
Examen Vticanum

Bregenz. „Wir wurden im Vatikan ganz hervorragend aufgenommen und alle unsere Schülerinnen des Sacré Coeur Riedenburg haben ihre Aufgaben bei diesem Examen Vaticanum mit Bravour erfüllt “, so Professor Reinhard Peter exklusiv aus Rom zu bregenz.vol.at.

„Acta est fabula, plaudite!” („Aus ist das Spiel, applaudiert!“) Das kann allen zugerufen werden, die mit den Riedenburg-Schülerinnen mitfieberten, die im Vatikan eine öffentliche Lateinschularbeit ablegten. Praktisch unter den Augen der Weltöffentlichkeit sind die 19 Schülerinnen des PG Riedenburg und ihre sieben Kolleginnen und Kollegen des Liechtensteiner Privatgymnasiums „Formatio“ ihrer Aufgabe nachgekommen. Unter dem Motto “Puer natus est – ein Kind ist geboren”, galt es, liturgische Weihnachtstexte zu übersetzen und Fragen zum Kirchenjahr zu beantworten.

Die Schülerinnen und Schüler durften dabei prominente Hilfe in Form von Telefonjokern in Anspruch nehmen. So konnte etwa Kerstin Hefel aus Dornbirn Österreichs Botschafter beim Hl. Stuhl, Alfons Kloss, bei den Fragen nach der Diözese, die Papst Benedikt XVI. leitete, bevor er Kardinal wurde und was am Fest der Epiphanie gefeiert wird als „aduitores telephonici“ um Rat fragen. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle dürfte es als klassischem Philologen nicht schwer gefallen sein, Mirjam Stranzl (Vaduz) die passende Übersetzung von „ Ecce ancilla Domini; fiat mihi secundum verbum tuum“ zu liefern. Und was eine Epistel ist, war sicher für den früheren Natikonalratspräsidenten Andreas Khol ein Klax, für die Wolfurterin Sophie Sandner zu beantworten.

Nina Himmelreich aus Götzis hatte Äbtissin Hildegard Brem von der Hohenweiler Zisterzienserinnenabtei Mariastern-Gwiggen zur Seite. Für sie unter anderem die Frage „Was ist der anulus piscatoris“ reserviert war. Altabt Kassian Lauterer vom Kloster Mehrerau war Flora Galehr aus Dornbirn zugeteilt. Mit den Fragen was für ein liturgisches Gerät das „Ciborium“ ist und was „Omnia enim possibilia sunt apud Deum“ heißt, war der Geistliche Herr sicher nicht überfordert.

Der emeritierte Leiter des KH Dornbirn, Klaus Abbrederis, war für eine lateinische Textzeile aus dem Vater Unser als Joker für Romy Abbrederis (Gamperin, FL) eingeteilt. Als ranghöchste Frau in der römischen Kuirie unterstützte Flamina Giovanelli die Harderin Céline Hubacher bei der Frage „Was ist das Pontificium consilium“.

Der polnische Staatssekretär im Vatikan, Monsignore Waldemar Turek, war der Harderin Monika Zimmermann zugeteilt. Ihm fiel es sicher nicht schwer, „Maria autem conservabat omnia verba in corde suo“ zu übersetzen und die Erklärung für „Sancta sedes“ zu liefern. Für den als „Lateinpapst“ bekannten Kurienbischof Josef Clemens, Telefonjoker von Viktoria Thaler (Hard), war es ein einfaches, zu erklären, was ein „Ad-limina-Besuch“ ist und die passende Übersetzung von „Et ecce stella, quam viderant in oriente, antecedebat eos“ zu liefern. Hannah Stadler aus Lauterach hatte den Dompfarrer von St. Stephan in Wien, Toni Faber, an ihrer Seite. Ihm war die Übersetzung von „Ave Maria, gratia plena, dominus tecu“ zugedacht.

Radio Vatikan und mehrere Fernsehstationen waren live dabei, als die Schülerinnen ihr Bestes gaben. Lohn der Mühe war nicht nur die besgtens gelaiufene Lateinarbeit. Eine exklusive Führung im Vatikan, das Eintauchen in die unvergleichliche Atmosphäre der „ewigen Stadt“ und ein wenig „Dolce far niente“ entschädigten für den Lernstress.
HAPF

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