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Vatikandokument provoziert Kritik

Bereits vor seinem Erscheinen hat ein Vatikan-Dokument über den Ausschluss von Homosexuellen vom Priesteramt heftige Kritik hervorgerufen. Reaktionen in Italien

Sollten die Presseberichte stimmen, käme das Dokument, das nächste Woche veröffentlicht werden soll, einer „theologischen Verteufelung der Homosexuellen“ gleich, so der deutsche Grünen-Politiker Volker Beck am Dienstag.

Über den Inhalt war bereits in einigen Medien berichtet wurden. In dem Dokument werden offenbar praktizierende Homosexuelle, Männer mit tiefverwurzelten homosexuellen Tendenzen und solche, die die „schwule Kultur“ unterstützen, ausdrücklich vom Priesterseminar und kirchlichen Orden ausgeschlossen. Männer mit einer homosexuellen Vergangenheit hingegen sollen das Diakonat antreten können, sofern diese eine Übergangsphase war, die seit mindestens drei Jahren eindeutig beendet sei.

Diskriminierung

„Selbst Enthaltsamkeit schützt den Homosexuellen vor dem totalen Unwerturteil der Kirche nicht“, erklärte Beck. Das Keuschheitsgebot für katholische Priester könne man vielleicht für unzeitgemäß halten, es jedoch nicht als Diskriminierung von Homosexuellen verstehen. „Allerdings, wenn der Vatikan von homosexuellen Priesteranwärtern mehr verlangt als von heterosexuellen Anwärtern, ist dies diskriminierend und nicht zu begründen“, so Beck weiter.

Die in Washington ansässige US-Gruppe „Katholiken für eine freie Wahl“ nannte das Dokument einen „traurigen Augenblick“ für die katholische Kirche. Die US-Gruppe „Human Rights Campaign“, die sich für die Rechte Homosexueller einsetzt, beschuldigte den Vatikan, homosexuelle Menschen als Sündenböcke zu benutzen.

Bisher wird der Zugang von Homosexuellen zum Priesteramt in einem Dokument aus dem Jahr 1961 geregelt, in dem es heißt, Männer mit einer „perversen Neigung“ zur Homosexualität dürften nicht geweiht werden. Der katholischen Lehre zufolge ist Homosexualität an sich keine Sünde, homosexuelle Handlungen hingegen schon.

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