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Vater wollte Kinderstar aus "Slumdog Millionaire" verkaufen

Der Vater der durch den oscargekrönten Film "Slumdog Millionaire" zu Weltruhm gelangten Rubina Ali hat nach einem Zeitungsbericht versucht, seine neunjährige Tochter zu verkaufen.

Rafik Qureshi habe 20 Millionen Rupien (310.000 Euro) für das Mädchen verlangt, um dem Leben im Elendsviertel von Mumbai zu entkommen, berichtete am Sonntag das britische Boulevard-Blatt “News of the World”. Rubina spielt in dem mit acht Oscars ausgezeichneten Film die kleine Latika, in die sich der Held der Slum-Romanze unsterblich verliebt. Nach ihrer Rückkehr von der Hollywood-Zeremonie hatte der stolze Qureshi seine Tochter auf den Armen durch den Slum getragen.

Obwohl Regisseur Danny Boyle eine Stiftung zur Unterstützung des im Slum aufgewachsenen Mädchens gründete, hatte ihr Vater sich mehrfach darüber beklagt, dass er vom Ruhm seiner Tochter finanziell nicht profitiere. Reporter der “News of the World” tarnten sich dem Bericht zufolge nun in Mumbai als von dem Film begeisterte, wohlhabende Scheichs aus Dubai und bekundeten Interesse an dem Mädchen. Ein als Mittelsmann eingeschalteter Onkel sagte ihnen demnach, eine Adoption Rubinas könne diskutiert werden, “aber ihre Eltern werden als Gegenleistung eine angemessene Kompensation erwarten”. Es gebe “ein großes Interesse an Rubina”.

Dem Bericht zufolge trafen sich die getarnten Reporter in einem Hotel mit Qureshi, seiner ahnungslosen Tochter und anderen Verwandten. Bei dieser Gelegenheit habe Rubinas Onkel die Summe von 20 Millionen Rupien genannt – genau diesen Betrag gewinnt der in Armut groß gewordene Held von “Slumdog Millionaire” bei der indischen Version von “Wer wird Millionär”, woraufhin er wegen Betrugsverdachts von der Polizei brutal in die Mangel genommen wird.

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