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Vater ohrfeigt Lehrerin: -Beschuldigter bestreitet die Tat

Der 50-jährige Vater, der vergangenen November die Lehrerin seiner Tochter geohrfeigt haben soll, bestreitete am Dienstag die Tat beim Prozess am Salzburger Landesgericht.
Bilder vom Prozess

Vor der Polizei hatte der Angeklagte noch ausgesagt, er habe die Lehrerin beim Gestikulieren unbewusst getroffen. Heute brachte der 50-Jährige eine neue Version vor: “Ich bin unschuldig. Ich habe ihr keine Watschen gegeben, das weiß ich zu hundert Prozent.” Er habe um Erklärung des Vorfalles in der Klasse gebeten und dabei ihre Hand genommen. Als die Lehrerin ihre Hände nach oben nahm, gerieten seine Hände ebenfalls nach oben, und dabei flog die Brille zu Boden, schilderte der Angeklagte.

“Drei Zeugen sagen aber, dass es nicht so gewesen ist”, hielt ihm die Richterin vor. Demnach habe er sich vor der Frau aufgebaut und ihr mit der rechten Hand eine Ohrfeige in die linke Gesichtshälfte versetzt. “Nein, auf keinen Fall”, entgegnete der bisher unbescholtene Angeklagte, ein Hotelfachmann aus Bosnien.

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„Gezielter Schlag von unten“

Auch die 58-jährige Lehrerin berichtete von einem gezielten Schlag. “Ich habe noch in Erinnerung, dass er sich vor mir aufgebaut und irgendetwas gesagt hat.” Dann sei er mit der rechten Hand gezielt von unten nach oben gefahren und habe sie mit der flachen Hand im Bereich des linken Kieferbogens getroffen und dabei auch ihre Brille mitgerissen. “Ich bin ins Krankenhaus gefahren, dort wurde mir eine Kopfprellung attestiert. Ich hatte am Nachmittag ziemlich wilde Kopfschmerzen und war auch psychisch angeschlagen, aufgrund des Vorfalles. Ich konnte das Ganze nicht so wegstecken wie ich mir das vorgestellt habe.”

Da der Angeklagte ohne Verteidiger zur Verhandlung gekommen war, durfte er die Lehrerin zu dem Vorfall befragen. Am Ende dieses Zwiegesprächs, bei dem die 58-Jährige im Gegensatz zum Fragesteller sehr gefasst wirkte, entschuldigte sich der Vater bei ihr und meinte, auch er erwarte sich eine Entschuldigung für das, was seiner Familie angetan worden sei. “Ich entschuldige mich, wenn sie eine Entschuldigung hören wollen”, sagte die Lehrerin. “Wofür?”, fragte die Richterin. “Ich weiß es nicht.”

„Tochter ohne Ausbildung und Zukunft“

Während des Prozesses war die Richterin mehrmals erfolgreich bemüht, eine aufkommende Aggressivität des Beschuldigten im Keim zu ersticken. Sie ermahnte ihn, dass es bei dem Strafverfahrens ausschließlich um die Körperverletzung gehe. Der Vater hatte des Öfteren betont, dass seine Familie “wegen dieser Schule kaputt gegangen ist”, seine 16-jährige Tochter von einem Schüler mit einer Pistole (Softgun, Anm.) bedroht worden sei. “Sie wurde gemobbt. Und dann hat sie die Lehrerin beleidigt. Meine Tochter wurde leider aus der Schule geworfen, sie ist ohne Ausbildung und ohne Zukunft.”

Die Lehrerin schilderte noch, dass sie vor der Eskalation an der Türschwelle des Konferenzzimmers stand, die Mutter der 16-jährigen Schülerin auf sie zuging und an den Händen nahm. “Sie hat versucht, mich rauszuziehen. Der tätliche Angriff der Frau war sehr unangenehm”, erklärte die Lehrerin. Sie habe sich losgerissen und sei durch diese Situation schockiert gewesen. Dann habe sich der Vater vor ihr aufgebaut und ihr den Schlag verpasst. Der Angeklagte meinte allerdings, er habe sie mindestens 20 Minuten lang um eine Erklärung gebeten. “Nein, das stimmt nicht”, sagte die Lehrerin. Sie kehrte nach drei Tagen Krankenstand wieder in die Schule zurück. Ihr Anwalt Christian Posch forderte 500 Euro Teilschadensersatzbetrag.

Der beschuldigte Vater konnte seine Angespanntheit auch vor dem Gerichtssaal nicht verbergen. Vor Verhandlungsbeginn konfrontierte er anwesende Journalisten und Kameraleute lautstark mit Unmutsäußerungen und drohte mit Klagen, falls falsch berichtet werde. Gerichtssprecher Franz Mittermayr sorgte für eine entspanntere Atmosphäre. (APA)

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