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Van der Bellen auf Spuren großer Österreicher in Paris

Bundespräsident Alexander van der Bellen
Bundespräsident Alexander van der Bellen ©APA
Das letzte Exponat: Ein großer brauner Reisekoffer mit den Initialen "S.F.". Daneben ein Foto des Professors und seiner Tochter Anna, als sie im Juni 1938 auf der Flucht vor den Nazis in Paris eintrafen. Die Sigmund-Freud-Ausstellung im Jüdischen Museum war am Samstag der Schlusspunkt eines Stadtrundgangs mit Österreich-Bezug, den Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Paris absolvierte.

Thema der Ausstellung ist aber nicht die Vertreibung des Professors, sondern sein Werk als Begründer der Psychoanalyse. Illustriert wird dieses auch durch freizügige Bilder von Egon Schiele und Oskar Kokoschka, auch das skandalträchtige Werk “Ursprung der Welt” von Gustave Courbet ist zu sehen, freilich versteckt neben einem Stiegenaufgang, um konservative Besucher des Museums nicht zu verschrecken.

Während Sigmund Freud an seinem Lebensabend eher unfreiwillig in Paris Station machte, schaffte es der Künstler Franz West erst posthum dorthin – zumindest, was sein Werk betrifft. Das renommierteste Kunstmuseum Frankreichs, das Centre Pompidou, widmet dem im Jahr 2012 verstorbenen österreichischen Objektkünstler derzeit eine große Retrospektive – ein Pflichttermin für den Bundespräsidenten.

Auf der Aussichtsterrasse des futuristischen Museums in der Pariser Innenstadt liefen dem Präsidenten zwei junge Landsleute über den Weg, deren Selfie-Wunsch bereitwillig erfüllt wurde. Van der Bellen hatte sich dort aufgestellt, um ein kurzes Facebook-Video vor der Pariser Skyline aufzunehmen.

Im Inneren des Museums waren unter anderem zahlreiche der berühmten Pappmaschee-Objekte von West, einem der begehrtesten zeitgenössischen Künstler Österreichs, zu sehen. Besonderes Interesse beim Präsidenten und seiner Delegation weckte dabei ein Tisch mit Spiegeln in verschiedenen Winkeln, in denen man sich mehrfach betrachten konnte. Eher vorsichtig näherte sich der Präsident hingegen jenen überdimensionalen Ani in Zuckerlrosa, die von West als Sitzgelegenheiten ersonnen wurden.

Van der Bellens Ehefrau Doris Schmidauer wird am Sonntag im Schloss Versailles einer weiteren österreichischen Kunstdarbietung beiwohnen, einem Konzert der Wiener Philharmoniker zum 100. Jahrestag des Weltkriegsendes.

Van der Bellen hält sich mit Dutzenden anderen Staats- und Regierungschefs aus Europa und aller Welt in der französischen Hauptstadt auf, um an den Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs teilzunehmen. Am Samstagabend wollte er an einem vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron für die Staatsgäste gegebenen Bankett teilnehmen. Nach der Zeremonie beim Triumphbogen am Sonntagvormittag wollte Van der Bellen auch an dem von Macron anlässlich des 100. Jahrestages ins Leben gerufenen Pariser Friedensforum teilnehmen, bei dem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel die Eröffnungsrede halten wollte.

(APA)

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