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Usbekistan fordert USA zu Truppenabzug auf

Usbekistan hat die USA nach Informationen der „Washington Post“ aufgefordert, einen für den Afghanistan-Einsatz eingerichteten Militärstützpunkt in dem zentralasiatischen Land zu räumen.

Das usbekische Außenministerium habe der US-Botschaft in Taschkent eine entsprechende Aufforderung übermittelt, berichtete die amerikanische Zeitung in ihrer Samstag-Ausgabe unter Berufung auf US-Regierungskreise.

Die Regierung von Präsident Islam Karimow habe den USA 180 Tage Zeit gegeben, um Personal, Flugzeuge und Ausrüstung von dem Luftwaffenstützpunkt Karshi-Khanabad abzuziehen. Zwar bereite der Verlust der Basis dem Einsatz des US-Militärs in Afghanistan logistische Probleme, doch wollten die USA der usbekischen Aufforderung nachkommen, schrieb die „Washington Post“. Das Pentagon kommentierte den Zeitungsbericht nicht. Die USA haben im Zuge des Afghanistan-Krieges im Jahr 2001 zwei Militärstützpunkte in Kirgisien und in Usbekistan eingerichtet.

Seit dem Massaker in der ostusbekischen Stadt Andischan, wo Mitte Mai Sicherheitskräfte Hunderte von Demonstranten erschossen hatten, haben sich die Beziehungen zwischen Washington und Taschkent verschlechtert. Die USA forderten eine internationale Untersuchung der blutigen Ereignisse. Dies lehnte die autoritäre usbekische Führung strikt ab.

Bei seiner jüngsten Zentralasien-Reise hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor einigen Tagen in Kirgisien den Luftwaffenstützpunkt Manas besucht, wo rund 1000 US-Soldaten stationiert sind, aber Usbekistan ausgelassen.

Zusammen mit Russland und China hatten die Ex-Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan Anfang Juli die USA aufgefordert, eine Frist für den Abzug ihrer Truppen aus der Region zu nennen. Die sechs Staaten sind in der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ zusammengeschlossen.

Die gegen sein Regime gerichtete westliche Menschenrechtskritik habe den usbekischen Präsidenten Karimow dazu veranlasst, „seine Prioritäten neu zu definieren“, erklärte die amerikanische Zentralasien-Beobachterin Martha Brill Olcott vom Forschungszentrum „Carnegie Endowment for International Peace“ in Washington. Die Führung der ehemaligen Sowjetrepublik wende sich jetzt wieder verstärkt ihren Nachbarn Russland und China zu.

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