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USA: Zehntausende Wähler doppelt registriert

Zehntausende Stimmberechtigte bei der US-Präsidentschaftswahl im hart umkämpften Bundesstaat Florida sind Medienberichten zufolge gesetzwidrig auch in einem anderen Bundestaat als Wähler registriert.

Laut der Zeitung „Orlando Sentinel“ hat ein Vergleich der Wahlregister aus Florida mit denen in Georgia und North Carolina ergeben, dass mehr als 68.000 Menschen in zwei Bundesstaaten erfasst seien.

Die von „Orlando Sentinel“ angestellten Nachforschungen ergaben, dass bei der Präsidentschaftswahl vor vier Jahren und der Gouverneurswahl in Florida 2002 rund 1650 Menschen außer in Florida verbotenerweise auch noch in einem anderen Bundesstaat abstimmten. Die Zeitung „Daily News“ hatte bereits im August berichtet, 46.000 in New York registrierte Wähler seien auch in Florida erfasst.

Die Berichte nährten Befürchtungen, wonach es bei der Wahl in Florida erneut zu Unregelmäßigkeiten kommen werde. Bei der Präsidentschaftswahl vor vier Jahren hatte Florida die Ausschlag gebenden Rolle für den Sieg des Republikaners Bush über den Demokraten Al Gore gespielt. Veraltete Lesegeräte und unübersichtliche Wahlzettel hatten in dem Bundesstaat ein Wahlchaos ausgelöst und wochenlange Nachzählungen erforderlich gemacht, die schließlich vom Obersten Gericht in Washington zu Gunsten Bushs gestoppt wurden. Laut amtlichem Endergebnis siegte Bush im Jahr 2000 in Florida mit einem Vorsprung von nur 537 Stimmen.

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