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USA verlor in 100 m-Staffel den Stab

Die jamaikanischen Leichtathleten haben am Donnerstag bei den Olympischen Spielen den "Grand Slam" in den Sprintbewerben geschafft. 

Erstmals seit den USA 1988 in Seoul gelang es einem Land, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die 100 m und die 200 m zu gewinnen. Veronica Campbell-Brown komplettierte den Triumph mit ihrem 200-m-Sieg, nachdem zuvor Shelly Ann-Fraser über 100 m und Usain Bolt bei den Männern über beide Distanzen gesiegt hatten. Die Jamaikaner sind nun auch in den Staffeln über 4 x 100 m die absoluten Topfavoriten, verabschiedeten sich ihre härtesten Konkurrenten aus den USA doch bereits im Semifinale mit Wechselfehlern. Sowohl die US-Männer als auch die US-Frauen patzten bei der letzten Übergabe. Superstar Tyson Gay, im Vorjahr in Osaka noch dreifacher Weltmeister, verließ Peking damit ohne eine einzige Medaille. Jamaika hat den USA endgültig den Rang als Sprintnation Nummer eins abgelaufen. Die US-Amerikaner rehabilitierten sich zumindest über die 400 Meter, wiederholten dabei ihren Dreifachsieg von Athen 2004. Topfavorit Jeremy Wariner vermochte seinen Titel allerdings nicht erfolgreich zu verteidigen. Der 24-jährige Serienchampion musste sich in enttäuschenden 44,74 Sekunden bereits zum dritten Mal in dieser Saison seinem Landsmann LaShawn Merrit geschlagen geben und mit Silber begnügen. Vor der Olympia-Saison hatte Wariner die Szene vier Jahre lang dominiert.

“Ich weiß nicht, wie das passieren konnte”, meinte Wariner ratlos. “Im Halbfinale habe ich mich noch so gut gefühlt.” Merrit triumphierte in 43,75 Sekunden – die 99/100 sind der größte Vorsprung in einem Olympia-Finale seit der Premiere 1896 in Athen. “Ich habe einen guten Plan gehabt, habe mich daran gehalten”, erklärte der 22-Jährige. “Ich habe über die Schulter geschaut und habe ihn nicht mehr gesehen – ein großartiges Gefühl.” Merritt erlief das siebente Olympia-Gold in Folge für die US-Männer über die prestigeträchtige Stadionrunde. Zu Bronze stürzte David Neville in 44,80 ins Ziel und komplettierte damit den US-Dreifachsieg.

Im Zehnkampf führt nach dem ersten Tag mit Brian Clay ebenfalls ein US-Amerikaner. Über 200 m der Frauen wiederholte dagegen Campbell-Brown ihren Titel von Athen nach explosivem Start in 21,74 Sekunden. Die 26-Jährige überwand damit ihre Enttäuschung von den Jamaika-Trials, als sie als Weltmeisterin die Qualifikation für die 100 m verpasst hatte. Ihre Landsfrauen holten sich daraufhin die Olympia-Ränge eins, zwei und drei. “Es stimmt, ich bin unglaublich glücklich, diesen Titel verteidigt zu haben”, sagte Campbell-Brown. “Angst nehme ich nie mit auf die Laufbahn.”

Auf den Plätzen landeten die US-Weltmeisterin Allyson Felix und die Jamaikanerin Kerron Stewart. Felix hatte sich seit Athen alle WM-Titel über die halbe Stadionrunde gesichert, musste sich bei Olympia aber neuerlich mit Silber begnügen. “Kein schönes Deja-vu”, meinte die 22-Jährige. Das erste Gold für Portugal holte Nelson Evora, der in 17,67 Metern die hochklassige Dreisprung-Konkurrenz der Männer vor dem Briten Phillips Idowu (17,62) und Leevan Sands von den Bahamas (17,57) für sich entschied.

Die 110 m Hürden wurden nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Chinas Volkshelden Liu Xiang schon vor dem ersten Vorlauf zu einer Soloshow für Dayron Robles. Der kubanische Weltrekordler triumphierte trotz nasser Bahn in eindrucksvollen 12,94 Sekunden vor den US-Amerikanern David Payne (13,17) und David Oliver (13,18). Auch die dramatische Speerwurf-Konkurrenz war vom Regen beeinträchtigt, dennoch setzte sich Favoritin Barbora Spotakova aus Tschechien mit ihrem letzten Versuch auf 71,42 m durch.

Spotakova übertraf damit die bis dahin führende Russin Maria Abakumowa (70,78) – ausgerechnet am Jahrestag der gewaltsamen Niederwalzung des “Prager Frühlings” durch sowjetische Truppen in der Nacht von 20. auf 21. August 1968. “Das ist ein besonderer Tag für unserer Land, weil vor 40 Jahren die russische Invasion war”, erklärte die neue Olympiasiegerin. Bronze ging mit 66,13 Metern an Christina Obergföll, die damit die erste Leichtathletik-Medaille für Deutschland in Peking holte.

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