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USA streben Gesprächsrunde mit EU, Russland und Ukraine an

Vierergespräche sollen Lösung der Ukraine-Krise ermöglichen - im Bild: Proteste in Donezk.
Vierergespräche sollen Lösung der Ukraine-Krise ermöglichen - im Bild: Proteste in Donezk. ©AP
Zur Beilegung der Ukraine-Krise haben die USA eine Gesprächsrunde mit Vertretern aus Kiew, Moskau und der EU vorgeschlagen.

US-Außenminister John Kerry habe die Möglichkeit von Vierergesprächen in einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow diskutiert, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit. Ein Treffen könnte innerhalb der nächsten zehn Tage stattfinden.

Kerry: Unruhen “sorgfältig orchestriert”

Der genaue Termin sowie die Agenda der Gespräche müsse aber noch festgelegt werden, hieß es. Kerry warnte Lawrow in dem Telefonat außerdem vor einer weiteren Destabilisierung der Lage in der Ukraine. Der US-Außenminister habe deutlich gemacht, dass Washington die jüngsten Entwicklungen “mit großer Sorge” verfolgt habe, sagte Kerrys Sprecherin Jen Psaki. Die Unruhen im ukrainischen Osten seien “keine spontanen Ereignisse”, sondern offenbar von Moskau “sorgfältig orchestriert”.

Krim-Szenario in der Ostukraine?

Russland hatte sich im vergangenen Monat die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt, nachdem die mehrheitlich russischstämmige Bevölkerung dort in einem umstrittenen Referendum für den Beitritt zu Russland gestimmt hatte. Auch im Osten der Ukraine gibt es immer wieder prorussische Proteste. Am Sonntag stürmten Demonstranten Verwaltungsgebäude in Donezk, Charkiw (Charkow) und Lugansk und hissten russische Flaggen. In Donezk riefen sie am Montag eine “souveräne Volksrepublik” aus, die von Kiew unabhängig sein soll.

Die Regierung in Moskau ihrerseits hat die Ukraine davor gewarnt, Gewalt gegen die pro-russischen Demonstranten im Osten des Landes anzuwenden. Außenminister Sergej Lawrow habe dies am Montag in einem Telefongespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Andrej Deschtschyza deutlich gemacht, teilte das russische Außenministerium mit. Lawrow sprach demnach von den legitimen Forderungen der Demonstranten, “ihre Sprache, ihre Kultur und ihre sozioökonomischen Rechte zu schützen”. Die Regierung in Kiew fürchtet, mit den Protesten im russisch geprägten Osten solle der Einmarsch ausländischer Truppen provoziert werden. Russland weist die Vorwürfe zurück.

(APA/red)

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