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USA: Schiavo nicht von Ehemann misshandelt

Die 13 Tage nach Einstellung ihrer künstlichen Ernährung gestorbene US-Komapatientin Terri Schiavo wurde in den Jahren ihrer Krankheit nicht von ihrem Ehemann Michael misshandelt.

Das teilte die zuständige Familienbehörde in Florida am Freitag (Ortszeit) als Ergebnis einer eigenen „intensiven“ Untersuchung mit.

Die Behörde war von Terri Schiavos Eltern Bob und Mary Schindler eingeschaltet worden, die sich seit 1998 einen erbitterten Rechtsstreit mit ihrem Schwiegersohn um Leben oder Tod ihrer Tochter geliefert hatten. Sie beschuldigten Michael Schiavo, in der Vergangenheit ihre Tochter geschlagen und ihr schädliche Medikamente verabreicht zu haben, um ihren Tod herbeizuführen. Die Behörde hatte sich zwar im Kampf der Eltern für eine Fortsetzung der künstlichen Ernährung auf die Seite der Schindlers geschlagen, aber teilte nun mit, die Misshandlungsvorwürfe seien gegenstandslos.

Im Gegenteil hätten die Untersuchungen belegt, dass Michael Schiavo ein liebevoller und fürsorglicher Ehemann gewesen sei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er jemals Äußerungen wie „hoffentlich ist dieses Miststück bald tot“ von sich gegeben habe, wie es die Eltern behauptet hatten.

Terri Schiavo war nach 15 Jahren im Koma am 31. März gestorben, nachdem ein Richter in Florida auf Wunsch des Ehemannes den Stopp der Ernährung angeordnet hatte.

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