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USA: Keine Stellungnahme der Angeklagten

Drei wegen der Misshandlung irakischer Gefangener angeklagte US-Soldaten haben bei den ersten Anhörungen eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgelehnt.

Richter James Pohl ordnete für den 21. Juni eine weitere Vorverhandlung für Javal Davis, Ivan Frederick und Charles Graner an. Bis dahin müsse die Staatsanwaltschaft begründen, warum sie den Verteidigern der Angeklagten keinen Zugang zu deren Opfern einräume, entschied Militärrichter Pohl.

Staatsanwalt Hauptmann John McCabe bestätigte, dass im Fall eines der drei Soldaten misshandelte Gefangene als Zeugen gehört werden und der Verteidigung bisher keine Befragung der Zeugen genehmigt worden sei. Insgesamt werden derzeit 20 Soldaten wegen Misshandlung irakischer Gefangener strafrechtlich verfolgt. Die Empörung darüber und die Frage nach der politischen Verantwortung dafür hat die US-Regierung unter massiven Druck gesetzt.

Am späten Vormittag beginnt in Bagdad das Verfahren gegen den US-Soldaten Jeremy Sivits. Die Vorwürfe gegen ihn sind die leichtesten unter allen Anklagepunkten, die bisher gegen US-Soldaten im Zusammenhang mit den Misshandlungen erhoben wurden. Dem 24-Jährigen werden Verschwörung zur Misshandlung, Pflichtverletzung und schlechte Behandlung von Gefangenen vorgeworfen. Sivits soll zahlreiche Fotos von den Misshandlungen und Erniedrigungen gemacht haben. Einige davon wurden in den vergangenen Wochen veröffentlicht.

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