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USA: Irak-Mission wird zu Ende geführt

US-Präsident Bush hat eingeräumt, dass die Lage im Irak zurzeit „schwierig“ sei. Zugleich bekräftigte er jedoch, dass die USA ihre Aufgabe in dem Land erfüllen würden.

„Wir werden unsere Mission zu Ende führen“, sagte Bush am Abend (Ortszeit) in einem einstündigen Interview des Senders CNN. Bush nannte zugleich den irakischen Interimsregierungschef Iyad Allawi eine „große Führungspersönlichkeit“ und einen „starken zähen“ Mann.

Lob hatte Bush auch für seinen Gegenkandidaten bei der Präsidentenwahl im November, John Kerry, übrig. „Er hat Grund, stolz auf seine Taten in Vietnam zu sein und sollte es sein. Es war ein ehrenvoller Dienst“, sagte Bush. In einem Fernsehwerbespot war jüngst behauptet worden, Kerry habe über seine Verwundungen in Vietnam gelogen und seine Heldentaten aufgebauscht. Der Spot wurde zu einem Großteil von einem texanischen Geschäftsmann finanziert, der den Republikanern von Bush nahe steht.

Die militärische Vergangenheit der beiden Politiker ist ein wichtiges Thema im Wahlkampf, zumal sich Bush dem Dienst in Vietnam entziehen konnte. Kerry streicht seine Erfahrungen aus dem Vietnam-Krieg bei Wahlkampfauftritten immer wieder als Beleg für seine Führungsqualitäten hervor und versucht damit auch Kritik zu entkräften, er wäre im Kampf gegen den Terror nachlässiger als Bush.

Obwohl er in den Umfragen derzeit hinter Kerry liegt, zeigte sich Bush zuversichtlich zu seinen Siegeschancen. „Ich glaube, dass ich gewinnen werde. Ich glaube, dass die amerikanischen Bürger meine Art der Führerschaft kennen, sie wissen was sie erwartet und verstehen, dass der Oberbefehlshaber in dieser Zeit zaudern darf“, sagte er. Das Interview wurde aus Los Angeles gesendet, wo sich Bush im Rahmen seiner Wahlkampftour aufhält. Dort hatte er am Donnerstag die Unterstützung von Gouverneur Arnold Schwarzenegger sowie der Präsidentenwitwe Nancy Reagan erhalten.

„Ich möchte dir nur sagen, wie hart ich für dich hier in Kalifornien gearbeitet habe. Ich habe Republikaner für Bush-Cheney organisiert. Ich habe aus Österreich stammende Bodybuilder für Bush-Cheney organisiert. Ich habe sogar „Mädchen-Männer“ (girlie-men, abfällige Bezeichnung für Homosexuelle) für Bush-Cheney organisiert“, sagte Schwarzenegger unter dem Gelächter von Parteikollegen bei einem Abendessen mit Bush. Schwarzenegger hatte sich in die Nesseln gesetzt, als er Politiker der demokratischen Partei als „girlie-men“ bezeichnete.

Kalifornien gilt als traditionell demokratischer Bundesstaat und Bush werden kaum Siegeschancen dort eingeräumt. 55 der 270 für einen Sieg nötigen Wahlmännerstimmen entfallen auf den bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat.

Bush und seine Frau Laura statteten auch der Witwe des im Juni verstorbenen populären Ex-Präsidenten Ronald Reagan, Nancy, einen Besuch ab. In einer Aussendung bekundete Nancy Reagan ihre Unterstützung für die Kandidatur von Bush. Zuvor hatte sie sich mit Bush überworfen, weil dieser die Forschung an Stammzellen nicht mit staatlichen Geldern fördern lassen will. Stammzellen werden unter anderem zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt, jener Gehirnkrankheit, an der Ronald Reagan jahrelang litt.

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