USA: Irak-Krieg "riesengroßes Geschenk"

Der Krieg der USA gegen den Irak war nach Einschätzung eines Mitarbeiters des US-Geheimdienstes CIA ein "riesengroßes Geschenk" für El-Kaida-Führer Osama bin Laden.

Weiters sei er ein Rückschritt im Kampf gegen den Terror. „Der Krieg hat bestärkt, was der El-Kaida-Chef seit Jahren wiederholt“, sagte der anonyme Autor des Bestseller-Buches „Imperiale Selbstüberschätzung – Warum der Westen den Krieg gegen den Terrorismus verliert“ der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

Bin Laden habe gewarnt, der Westen wolle die heiligen Stätten des Islam besetzen, die Länder loswerden, die eine Bedrohung für Israel darstellten, und er wolle das Öl der arabischen Länder. Der Irak sei auf dieses Weise ein beliebter Ort für Kämpfer aus Algerien, Saudiarabien und Malaysia geworden.

Der anonyme Autor, der für die CIA von 1996 bis 1999 gegen Bin Laden tätig war, sagte, aus der Organisation EL Kaida sei eine Bewegung geworden. Wenn Bin Laden sterbe, werde er ersetzt und die Bewegung arbeite weiter. Ein weiterer Terroranschlag auf die USA sei nahezu unvermeidbar. Im Kampf gegen den Terrorismus sei Rhetorik dennoch zwecklos. Weil die Politik des Westens in der moslemischen Welt verhasst sei, gebe es nur den militärischen Weg.

Das im Juli veröffentlichte provokante Buch des CIA-Mitarbeiters ist auf Platz fünf der Bestsellerliste der „New York Times“. Eine Übersetzung in mehr als ein Dutzend Sprachen ist geplant. Der Geheimdienstexperte durfte das rund 300 Seiten lange Buch unter der Bedingung schreiben, dass er als Autor anonym bleibt.

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