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USA glaubt nicht an Al-Kaida-Anschlag wie 9/11

Die Al-Kaida ist nach Einschätzung der US-Geheimdienste nicht mehr zu einem Anschlag in der Größenordnung der Angriffe vom 11. September 2001 fähig. Der Kern des von Osama bin Laden gegründeten Islamistennetzwerks habe unter anderem wegen des Arabischen Frühlings schwere strategische Rückschläge erlitten, erklärte der Vize-Direktor der National Intelligence, Robert Cardillo, am Freitag.

Die von der Gruppe vertretene strenge und gewalttätige Variante des Islam werde in den betroffenen Staaten nicht unterstützt. Cardillo und andere US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollten, sprachen zum Jahrestag der Tötung von Bin Laden mit Journalisten über die Bedrohung durch radikale Muslime. Die US-Terrorabwehr mache sich inzwischen größere Sorgen über Extremisten im Inland, hieß es weiter. Dazu zählten Einzeltäter – auf Englisch “lone wolves” (“einsame Wölfe”) genannt – die sich über das Internet oder in kleinen Terrorzellen radikalisiert hätten.

Von einer “strategischen Niederlage” der Al-Kaida wollte jedoch keiner der Teilnehmer sprechen. Von vier Ablegern der Gruppe im Jemen, im Irak, in Nordafrika und in Somalia gehe weiter eine Gefahr aus. Bin Laden war am 2. Mai 2011 von US-Einheiten in Pakistan getötet worden.

Unterdessen gab US-Präsident Obama zum Jahrestag der Tötung von Bin Laden ein äußerst seltenes Interview im hochgesicherten sogenannten Situation Room des Weißen Hauses. Darin würden sich Obama, seine nationalen Sicherheitsberater und Militärberater an die Schlüsselmomente des Einsatzes in der Nacht auf den 2. Mai 2011 erinnern, erklärte der Sender NBC am Freitag (Ortszeit). Dass der Sender für das am Donnerstag geführte Interview Zugang zum streng geheimen Lagezentrum erhalten habe, sei eine Premiere im Kabelfernsehen. Die Sendung soll am 2. Mai ausgestrahlt werden.

(APA)

 

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