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USA: FBI warnt vor Terrorangriffen

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat in einem Schreiben an Sicherheitsbehörden vor Terroranschlägen mit Hubschraubern und Leihwagen in den USA gewarnt.

Das bereits am Freitag versandte Schreiben, das die Nachrichtenagentur AP am Montag erhielt, bestätigte entsprechende Berichte amerikanischer Medien. Laut einer Meldung der „New York Times“ wurden die Angriffspläne auf Ende Juli in Pakistan beschlagnahmten Laptops und Disketten gefunden. Als Ziel der Anschläge werde darin die Stadt New York genannt.

In dem FBI-Dokument heißt es: „Al Kaida hat offenbar die Nutzung von Helikoptern erwogen“. Diese seien beweglicher und unauffälliger als Flugzeuge und könnten daher vor allem in Städten leichter dazu benutzt werden, in Gebäude zu fliegen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Terroristen größere Leihfahrzeuge wie Limousinen zur Herstellung besonders verheerender Autobomben nutzten, warnte die US-Bundespolizei in einem zweiten ebenfalls am Freitagabend an Polizeistationen und andere Behörden verschickten Rundbrief.

Nach der Terrorwarnung werden die Sicherheitsvorkehrungen für die bei Touristen beliebten Hubschrauber-Rundflüge über New York verschärft, wie die „New York Times“ berichtete. Dazu gehöre, dass künftig alle Teilnehmer solcher Rundflüge in technischen Sicherheitsschleusen wie auf Flughäfen auf verdächtige Gegenstände überprüft werden sollten. Ein Verbot für Helikopterflüge über den weltbekannten Wahrzeichen New Yorks sei bisher nicht vorgesehen.

Bestimmungen über verschärfte Sicherheitskontrollen für die Touristenhubschrauber sollten nach Auskunft des US-Heimatschutzministeriums noch in dieser Woche in Kraft treten. Die betroffenen Flugunternehmen hätten davon allerdings bis zum Sonntag noch keine Kenntnis erhalten. Sie wiesen darauf hin, dass sie bereits seit längerem manuelle Kontrollen des Gepäcks der Passagiere vornehmen.

Laut „New York Times“ wollten die Islamisten Helikopter einsetzen, die sonst für touristische Rundflüge benutzt werden. Das US-Nachrichtenmagazin „Time“ schrieb, Al Kaida habe zudem den New Yorker Hafen mit Schnellboten und Tauchern angreifen wollen.

Bisher war nur bekannt, dass das in Pakistan entdeckte Material Anschlagspläne gegen amerikanische Finanzinstitutionen in Washington, New York und Newark enthalten soll. Nach Einschätzung der US-Regierung haben die Festnahmen in Pakistan die Vorbereitungen für einen Anschlag empfindlich gestört.

Offenbar hätten Terroristen die USA noch vor der Präsidentschaftswahl am 2. November angreifen wollen, sagte Frances Fragos Townsend, Beraterin für die innere Sicherheit von US-Präsident George W. Bush, am Sonntagabend dem Fernsehsender Fox. Es sei allerdings unklar, ob das Vorhaben in seiner ganzen Tragweite aufgedeckt worden sei oder ob die Planungen für Anschläge weiterliefen.

Sowohl das Capitol als auch einzelne Politiker aus dem Kongress seien mögliche Ziele von Anschlägen, sagte Townsend dem Sender CBS. Auch US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice äußerte im Fernsehsender CNN die Einschätzung, Extremisten könnten die US-Wahl nachhaltig stören.

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