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USA: "Castro ist absolut krank"

Der seit Monaten nach offizieller kubanischer Darstellung genesende Präsident des Staates Fidel Castro ist nach Einschätzung der USA "absolut krank und schwach".

Dennoch zähle der Revolutionsführer weiterhin zum „Kontext“ für alle Entscheidungen in dem kommunistischen Inselstaat, sagte der für Lateinamerika zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium, Tom Shannon, am Montag (Ortszeit) vor Journalisten in Washington.

„Es scheint, als habe es für die tagesaktuelle Regierungspolitik einen Machtwechsel gegeben. Aber Fidel Castro stellt noch immer den Kontext dar, in dem die Regierung handeln kann“, erläuterte Shannon. Gleichzeitig bekannte er, keine klaren Informationen über den wirklichen Gesundheitszustand Castros zu haben.

Vor gut einer Woche hatte die kubanische Industrieministerin Yadira Garcia erklärt, Kubas Staatschef nehme am Entscheidungsprozess teil und werde „rasch“ die Amtsgeschäfte wieder übernehmen. Castro verfolge bereits alles sehr aufmerksam. Die Regierung erhalte seine Anweisungen. „Wir sind zuversichtlich“, sagte Garcia. Castro war seit einer Darmoperation im Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten. Damals hatte er die Macht übergangsweise an seinen Bruder Raul abgegeben. Allerdings war Fidel Castro selbst zu den im Dezember nachgeholten Feierlichkeiten aus Anlass seines 80. Geburtstags am 13. August nicht erschienen, sondern hatte lediglich eine Grußbotschaft verlesen lassen.

In einem Video war er zuletzt am 30. Jänner gemeinsam mit dem venezolanischen Staatschef Hugo Chavez zu sehen. Dieser hatte zuvor angekündigt, Castro sei „bereit“, bald in die Politik zurückzukehren. In jüngster Zeit mehrten sich die Hinweise aus Castros Umfeld auf seine mögliche baldige Rückkehr. Castro führt Kuba seit 1959 als Regierungschef und seit 1976 als Präsident. Im März 2008 sollen die Abgeordneten den Vorsitzenden des Staatsrats neu wählen.

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