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USA: Bush verliert Top-Berater

Der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, ist überraschend zurückgetreten. Das Weiße Hause befinde sich in "einer Periode des Übergangs", sagte McClellan am Mittwoch in Washington.

Er wolle seinen Beitrag zu den derzeitigen Veränderungen im Weißen Haus leisten: „Wechsel können hilfreich sein.“

Auch der stellvertretende Stabschef im Weißen Haus, Karl Rove, soll einem Bericht des Nachrichtensenders Fox News zufolge von seinem Posten entbunden werden. Rove gilt seit vielen Jahren als einer der engsten Berater von Präsident George W. Bush und als strategischer Kopf der Bush-Wahlsiege in Texas und den USA.

Bush, der seinen Sprecher bei der Rücktrittserklärung begleitete, würdigte die „Klasse und die Integrität“, mit der McClellan seine Aufgabe erfüllt habe. Er trete auf eigenen Wunsch zurück. McClellan repräsentiere „das Beste seiner Familie, unseres (Bundes-) Staates (Texas) und unseres Landes“, sagte Bush. McClellan (38), der aus einer texanischen Politikerfamilie stammt, war seit Juli 2003 Sprecher des Präsidenten, für den er schon im Wahlkampf 2000 gearbeitet hatte.

Das Weiße Haus befindet sich derzeit in einem Umbruch. Im März wurde der bisherige Stabschef Andrew Card von Joshua Bolten abgelöst, der allerdings auch schon vorher im Weißen Haus tätig war. Hintergrund der Veränderungen sind erhebliche innenpolitische Schwierigkeiten von Bush. Laut Umfragen befindet sich seine Popularität auf einem Tiefststand. Themen wie der Umgang mit illegalen Einwanderern oder die Staatsverschuldung spalten sechs Monate vor Kongresswahlen die Republikanische Partei von Bush.

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