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USA: Bush tritt Forderungen entgegen

George W. Bush ist lauter werdenden Forderungen nach einem Abzug der US-Truppen aus dem Irak entgegen getreten. US-Präsident beruft sich auf Aussagen der ihm unterstellten Militärkommandanten.

„In Washington gibt es einige, die sagen, das Opfer sei zu groß, und die von uns ein Abzugsdatum fordern, bevor wir unsere Mission erfüllt haben“, sagte Bush in im Voraus veröffentlichten Auszügen einer Rede vor US-Soldaten des Luftwaffenstützpunktes Osan in Südkorea. „Diejenigen, die sich im Kampf befinden, wissen es besser.“

Bush zitierte einen der führenden US-Kommandanten im Irak, William Webster, mit den Worten, die Festsetzung eines Termins für den Abzug sei „ein Rezept für ein Desaster“. Solange er Oberkommandierender der US-Armee sei, werde der Irak-Kurs von der Einschätzung der Zuständigen vor Ort bestimmt. „Daher werden wir die Terroristen im Irak bekämpfen, und wir werden den Kampf fortsetzen, bis wir den Sieg errungen haben, für den unsere tapferen Soldaten gekämpft haben und bluten mussten.“

Zuletzt hatte der angesehenen demokratische Kongressabgeordnete John Murtha am Donnerstag erklärt, es sei an der Zeit, die US-Soldaten aus dem Irak abzuziehen, weil sie dort nichts mehr erreichen könnten.

Andere demokratische, aber auch republikanische Abgeordnete hatten Bush aufgefordert, einen Zeitplan für den Abzug festzusetzen. Bush hat stets betont, die Truppen müssten so lange im Irak bleiben, bis die Sicherheitskräfte dort allein für Ordnung sorgen könnten. Die vorzeitige Festlegung auf einen Abzug sei ein falsches Signal, erklärte er.

In einer in dieser Woche veröffentlichten Umfrage haben 63 Prozent der befragten Amerikaner Bushs Irak-Kurs kritisiert. 52 Prozent der Teilnehmer sagten, die US-Truppen sollten sofort oder innerhalb der kommenden zwölf Monate nach Hause zurückkehren.

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