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Gespräche in Kairo über Feuerpause in Gaza

CIA-Direkor Burns, Mossad-Chef Barnea, Katars Premier al-Thani
CIA-Direkor Burns, Mossad-Chef Barnea, Katars Premier al-Thani ©APA/AFP
Die internationale Gemeinschaft erhöht angesichts der israelischen Vorbereitungen für einen Militäreinsatz in Rafah den Druck auf Israel, einer Waffenruhe mit der Terrormiliz Hamas zuzustimmen. Spitzenvertreter aus den USA, Israel, Katar und Ägypten bemühten sich am Dienstag bei einem Treffen in Kairo um eine Feuerpause im Gaza-Krieg.

Der Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, David Barnea, traf für Gespräche am Dienstag in Kairo ein, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Flughafens erfuhr. Er wurde demnach unter anderem begleitet vom Leiter des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, Ronen Bar. Auch aus israelischen Regierungskreisen verlautete am Dienstag, die Delegation sei in Kairo zu neuen Verhandlungen über einen weiteren Geisel-Deal mit der islamistischen Hamas eingetroffen.

Katars Ministerpräsident und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani und CIA-Geheimdienstchef William Burns trafen den Quellen zufolge ebenfalls am Dienstag in der ägyptischen Hauptstadt ein. Aus Kreisen der Hamas hieß es, diese habe keinen Vertreter nach Kairo geschickt. Man warte auf die Ergebnisse der "laufenden Treffen" und die "Gespräche mit den Vermittlern laufen weiter".

Hamas-Anführer Ismail Haniyeh traf unterdessen in Katar mit Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian zusammen. Jede Einigung bei den laufenden Gesprächen müsse eine Feuerpause sicherstellen, einen Abzug von Israels Truppen aus dem Gazastreifen sowie einen ernsthaften Deal zum Austausch von Geiseln und Gefangenen, sagte Haniyeh dabei der Hamas zufolge. Zuvor hatte der katarische Emir Tamim bin Hamad al-Thani Amirabdollahian empfangen. Katar und der Iran zählen seit Jahren zu den wichtigsten Unterstützern der Hamas.

Ägypten, Katar und die USA bemühen sich derzeit erneut darum, eine längere Feuerpause im Gaza-Krieg herbeizuführen. Im Rahmen eines Abkommens sollen in mehreren Phasen die noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gegen palästinensische Gefangene in Israel ausgetauscht werden. Die Verhandlungen kamen zuletzt nur schleppend voran.

Während einer Feuerpause im vergangenen November waren 105 Geiseln im Gegenzug für 240 palästinensische Häftlinge freigelassen worden. Schon bei dieser Feuerpause hatten Ägypten, Katar und die USA vermittelt. Derzeit befinden sich noch 134 Menschen in der Gewalt der Hamas, von denen aber nach israelischer Schätzung mindestens 30 nicht mehr am Leben sein dürften. Die Zahl der Getöteten könnte nach Medienberichten aber inzwischen auch schon bei 50 liegen. In der Nacht zum Montag hatte Israels Militär zwei Geiseln in Rafah im Süden des Gazastreifens gerettet.

Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen hatten die Menschen am 7. Oktober aus Israel in den Gazastreifen verschleppt.

(APA/dpa/)

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