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US-Reise während Shutdown: Kostenloses Storno für Touristen nicht möglich

Welche Rechte haben USA-Touristen während des Shutdowns in den USA?
Welche Rechte haben USA-Touristen während des Shutdowns in den USA? ©EPA/MICHAEL REYNOLDS (Washington Monument im Bild)
Die lange geplante Reise in die USA steht bevor, doch während des Shotdown haben viele Museen oder Nationalparks geschlossen. Jetzt müssen Touristen flexibel sein - ein Recht auf Gratisstorno haben sie deshalb nicht. Welche Möglichkeiten sich trotzdem ergeben, lesen Sie hier.
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Allerdings können die Urlauber während des Shutdowns in den USA auf Kulanz bei den Reiseveranstaltern hoffen. “Die Regelungen hinsichtlich Kulanz sind sehr unterschiedlich und individuell je nach gebuchten Leistungen zu beurteilen”, sagte TUI-Österreich-Sprecher Josef Peterleithner zur APA.  “Da muss man sich das Gesamtpaket der Reise genau ansehen.” Wäre der “Zweck der Reise” nicht erfüllbar, sei ein Wegfall der Reise oder eine Preisminderung in Erwägung zu ziehen. “Es genügt aber nicht, dass ein Nationalpark geschlossen hat”, betonte der Reiseexperte.

Kein Gratisstorno für USA-Reise während Shutdown

Ein Rechtsanspruch auf kostenlose Stornierung besteht den Angaben zufolge nur, wenn bestimmte Leistungspakete gebucht worden sind und diese nicht zur Verfügung stehen – dann würde die Geschäftsgrundlage wegfallen bzw. der Reisezweck nicht erfüllt. Doch auch in diesem Fall wäre jede einzelne Buchung extra zu beurteilen.

Wer aber beispielsweise nur einen Flug und ein Hotel gebucht hat, hat keinen Anspruch auf ein kostenloses Storno. Ist ein Hotel geschlossen, sucht der Reiseveranstalter nach einem Ersatz und bucht auf ein gleich- oder höherwertiges um. Wurde zusätzlich ein City-Pass für die jeweilige Stadt (ähnlich der Wien-Card) mit Leistungsbeginn bis 15. Oktober dazugebucht, kann dieser bei TUI als Einzelleistung aber sehr wohl storniert werden.

Auch bei Rundreisen per Bus oder Mietwagen könne es zu “vereinzelten Leistungsänderungen” kommen. Die Kunden würden davon gegebenenfalls im Vorfeld vom Reiseveranstalter informiert. Bei TUI, dem größten Reiseveranstalter Österreichs, gebe es hier bisher keine Betroffenen.

Kaum Verunserichung der Reisenden

Im Moment bemerkt das Reiseunternehmen den Angaben des Sprechers zufolge “keine Verunsicherung von Gästen”. “Wir hatten erst eine Kundenanfrage”, so Peterleithner. Dabei sei es um ein Hotel gegangen, für das Ersatz gefunden worden sei. Der Tourismusriese Verkehrsbüro Group (Ruefa), der USA-Reisen hauptsächlich über Dertour Reisen und FTI anbietet, prüft bei USA-Reisen ebenfalls einzeln, inwieweit Buchungen beeinträchtigt sind: “Derzeit ist es eine Kulanzgeschichte”, sagte Ruefa-Vertriebsleiter Walter Krahl zur APA.

Chance auf Storno bei Rundreisen hoch

Bei Rundreisen im Westen der USA, bei der hauptsächlich Nationalparks auf dem Programm stehen, die nun durch den Shutdown in den USA geschlossen seien, sei die Chance auf ein kostenloses Storno bzw. eine Umbuchung hoch. New York hingegen werde überwiegend privat organisiert bereist. Auch bei den Ruefa-Reisebüros hält sich die Verunsicherung der Kunden den Angaben zufolge in Grenzen. “Ab Oktober ist der Westen des Landes jahreszeitlich bedingt nicht mehr so gefragt – im Sommer, von Mai bis September, ist das eine ganz andere Geschichte”, so Krahl. Jährlich buchten rund 5.000 bis 6.000 Ruefa-Kunden Reisen in die USA – das entspreche einem Anteil an den Gesamtbuchungen von etwa 6 Prozent.

(APA)

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