US-Regierung erlaubt Milliardenfusion von S&P und IHS

Neues für die Wall Street: S&P Global darf IHS MArkit kaufen
Neues für die Wall Street: S&P Global darf IHS MArkit kaufen ©APA/AFP
Die Kartellwächter des US-Justizministeriums haben der rund 44 Milliarden Dollar (38,39 Mrd. Euro) schweren Übernahme des Finanzdatenanbieters IHS Markit durch den Rivalen S&P Global zugestimmt. Allerdings dürfe der Mega-Deal aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken nur unter strikten Auflagen stattfinden, teilte das Ministerium am Freitag in Washington mit.

Dazu zählen die Abspaltung dreier Geschäftsbereiche und das Ende einer langjährigen Vereinbarung zum Wettbewerbsverzicht mit einem anderen US-Anbieter von Benzinpreisdaten. Ohne diese Einschränkungen würde die Fusion wegen zu großer Marktmacht zu höheren Preisen und schlechterem Service für US-Kunden führen, so die Wettbewerbshüter.

Die Versorgung der Börsenwelt mit Finanzdaten hat sich in Zeiten des digitalisierten Handels zu einem lukrativen Geschäft entwickelt, das von wenigen Anbietern dominiert wird. S&P und IHS Markit hatten die geplante Milliardenübernahme im November 2020 bekanntgegeben, es handelte sich um einen der größten Deals des vergangenen Jahres.

IHS Markit entstand 2016 aus der Fusion des Daten-Dienstleisters IHS mit dem britischen Rivalen Markit, der etwa für Konjunkturbarometer wie den nach ihm benannten Einkaufsmanagerindex bekannt ist. S&P ist schon lange ein Schwergewicht der Finanzwelt, zum US-Konzern gehören etwa die gleichnamige Ratingagentur und etliche Börsenindizes.

(APA/dpa)

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