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US-Panzerkolonne rückt in Kerbala ein

Die US-Armee ist am Samstagabend nach Angaben von Augenzeugen mit einer Panzerkolonne in das Zentrum der seit Wochen umkämpften zentralirakischen Stadt Kerbala eingerückt.

Ein Anwohner sagte, etwa 40 Panzer und Militärfahrzeuge seien aus drei verschiedenden Richtungen in das Zentrum der Stadt vorgedrungen.

Ein anderer Anwohner berichtete, die Soldaten hätten die Bevölkerung über Lautsprecher aufgerufen, zu Hause zu bleiben, sich nicht den Fenstern zu nähern und die Türen geschlossen zu halten. Den Angaben nach erklärten die Soldaten, sie wollten gegen die letzten Milizionäre des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr vorgehen. Zunächst sei es nach diesem Aufruf ruhig geblieben.

In der Pilgerstadt Najaf sind indessen erneut heftige Gefechte zwischen US-Truppen und Anhängern des radikalen Predigers Muktada al Sadr ausgebrochen, wie Krankenhausmitarbeiter berichteten. Im Verlaufe des Tages waren bei Kämpfen mindestens zehn Personen verletzt worden.

Auch in der Nachbarstadt Kufa ist es am späten Samstagabend zu neuen Auseinandersetzungen gekommen. Eine Einheit mit 20 Panzern und Hunderten von Soldaten liefere sich mit den Aufständischen Gefechte, berichtete eine Reporterin des US-Nachrichtensenders CNN in der Nacht zum Sonntag. Es seien Artilleriefeuer und Granaten-Einschläge zu hören. US-Soldaten würden nach Waffenlagern suchen.

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