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US-Moderator platzt wegen Waffenlobbyisten der Kragen

Piers Morgan platzte wegen der Argumentation der Waffenlobby der Kragen.
Piers Morgan platzte wegen der Argumentation der Waffenlobby der Kragen. ©CNN/Screenshot
Der CNN-Moderator Piers Morgan lieferte sich nach dem Amoklauf in Newtown eine Debatte mit Vertretern der Waffenindustrie. Als diese argumentierten, dass man die Waffen nicht einfach verschwinden lassen könne und daher mehr Waffen zum Schutz notwendig sind, platzte dem Moderator der Kragen.
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Seitdem er bei CNN angefangen habe, was kurz nach dem Attentat auf Gabrielle Giffords 2011 war, höre er nach jedem Amoklauf dasselbe Argument. “Das Argument, das ich dauernd zu hören bekomme ist: ‘Wenn jeder andere bewaffnet gewesen wäre, wäre es nicht passiert.’ Das ist doch nur totaler Unsinn”, wetterte Morgan los. Der Moderator beharrte auf eine Verschärfung des Waffenrechts, während die Lobbyisten darauf beharrten, dass ein Amokläufer noch nie von Unbewaffneten aufgehalten worden wäre.

“Mehr Waffen keine Lösung”

“Hören Sie auf zu behaupten, mehr Waffen wären die Lösung,” so Morgan. “Ich verfolge das schon seit Monaten, wenn nicht schon seit zwei Jahren. Ich bin so frustriert, so wütend. Diese Kinder wurden erschossen, schon wieder mit legal zugelassenen Waffen. Ein Junge mit Problemen nahm die drei Waffen seiner Mutter, darunter dieses irrsinnige Sturmgewehr, geht in eine Schule und tötet Kinder.”

Petition hat Stimmenrekord

Eine Petition an den Präsidenten für eine Verschärfung des Waffenrechts erreichte innerhalb weniger Tage einen neuen Rekord an Unterstützungserklärungen. Schon nach zwei Tagen hatte der Antrag die höchste bisher abgegebene Anzahl von Stimmen und stellte die Petition zur Abspaltung Texas’ als bisherigen Rekordhalter in den Schatten.

Verbot halbautomatischer Waffen lief 2004 aus

Bei dem Verbrechen in Newtown handelt es sich um das schlimmste Blutbad an einer Schule in den USA. Die Polizei nannte den 20-jährigen Adam Lanza als Täter. Er habe sich nach dem Amoklauf selbst getötet. Ein weiteres Opfer sei seine Mutter. Die 52-Jährige sei die Besitzerin der Waffen gewesen, mit der ihr Sohn das Verbrechen verübte.

Ein unter dem früheren demokratischen US-Präsidenten Bill Clinton 1994 in Kraft getretenes Verbot einer Reihe halbautomatischer Waffen, darunter von Sturmgewehren, war im Jahr 2004 unter seinem republikanischen Nachfolger George W. Bush ausgelaufen. Ein halbautomatisches Sturmgewehr vom Typ Bushmaster.233 hatte auch der Amokläufer von Newtown bei sich. (APA/VOL.AT)

Piers Morgan ärgert sich über Lobbyisten

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