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US-Jobmotor brummt weiter

Am US-Arbeitsmarkt sind im Dezember mehr Stellen geschaffen worden als erwartet. Im vorigen Monat kamen 223.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, nach 256.000 im November, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit 200.000 neuen Arbeitsplätzen im Dezember gerechnet. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote fiel überraschend von 3,6 Prozent im November auf 3,5 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit hat damit das tiefste Niveau seit fast drei Jahren erreicht. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Durchschnitt eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent erwartet. Zudem wurde die Quote für November nach unten revidiert. Sie lag bei 3,6 Prozent, nachdem zuvor 3,7 Prozent gemeldet worden waren.

Nach Angaben des Ministeriums waren im Dezember 5,722 Millionen US-Amerikaner ohne Beschäftigung, nach 6,0 Millionen im Monat zuvor.

Die Notenbank Fed will den hohen Preisauftrieb im Land eindämmen und mit höheren Zinsen zugleich den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen. Sie hob den Leitzins im Dezember um einen halben Prozentpunkt an - auf die neue Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Sie sieht mittlerweile erhebliche Fortschritte im Kampf gegen die hohe Inflation und will nach einer Serie kräftiger Zinserhöhungen künftig einen weniger aggressiven geldpolitischen Kurs steuern.

Die Löhne sind im Dezember weniger deutlich gestiegen als erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,3 Prozent. Zudem wurde der Zuwachs im November von 0,6 auf 0,4 Prozent nach unten revidiert.

Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Stundenlöhne im Dezember um 4,6 Prozent zu. Hier war ein Anstieg von 5,0 Prozent erwartet worden. Viele US-Firmen klagen seit längerer Zeit über einen Mangel an Arbeitskräften, weshalb die Löhne merklich steigen. Der Anstieg bleibt hinter der noch höheren Inflationsrate zurück.

(APA/Reuters/dpa/dpa-AFX)

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