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Hamas-Chef weist jüngste Pläne zum Gaza-Wiederaufbau zurück

Blinken versucht sich als Nahost-Vermittler
Blinken versucht sich als Nahost-Vermittler ©APA/POOL
Der Chef der Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, lehnt eine bedeutende Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) beim Wiederaufbau des Küstengebiets nach dem Gaza-Konflikt ab. Er kritisierte in dem Zusammenhang Anmerkungen von US-Außenminister Antony Blinken. Dieser hatte am Dienstag bei einem Besuch in Ramallah gesagt, die USA seien für einen Wiederaufbau durch die PA, nicht durch die Hamas. Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Die Äußerungen Blinkens zielten darauf ab, die interne palästinensische Spaltung zwischen PA und Hamas zu vergrößern, sagte al-Sinwar am Mittwoch vor Journalisten in der Stadt Gaza. "Wir werden niemals auf diesen Trick hereinfallen und aufeinander einschlagen."

Der PA steht Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas vor. Er gehört der gemäßigteren Fatah-Partei an, die mit der islamistischen Hamas seit Jahren erbittert konkurriert. Die Hamas hatte die Fatah 2007 aus dem Gazastreifen vertrieben. Letztere herrscht seither nur noch in den nicht von Israel verwalteten Teilen des Westjordanlands.

Auch Israel sieht die Einbindung der PA beim Wiederaufbau im Gazastreifen vor. Israel hat die Sorge, Hilfs- und Gütertransporte könnten wie nach dem Gaza-Krieg 2014 für eine Aufrüstung der Hamas missbraucht werden. Nach israelischen Angaben wurden etwa Zementlieferungen für den Aufbau des weitverzweigten Tunnelsystems der Organisation verwendet. Metallrohre seien zum Raketenbau eingesetzt worden. Liefe der Wiederaufbau über die PA, würde dies aus israelischer Sicht die Gefahr von Missbrauch verringern und die PA gegenüber der Hamas stärken.

(APA/dpa)

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