Urteil wegen Mordes nach 23 Jahren aufgehoben

Nach 23 Jahren hinter Gittern ist ein US-Bürger für unschuldig erklärt worden. Robert Lee Stinson wurde 1985 wegen Mordes an einer 63 Jahre alten Frau in Milwaukee zu lebenslanger Haft verurteilt.

Am Freitag konnte er das Lisbon-Gefängnis im US-Staat Wisconsin als freier Mann verlassen. Ein Richter hob das Hafturteil gegen den heute 44-Jährigen auf, nachdem DNA-Tests dessen Schuld widerlegt hatten. Er muss sich aber höchstwahrscheinlich in einem neuen Verfahren wegen Totschlags verantworten, wie sein Anwalt mitteilte.

Die getötete Frau wurde den Ermittlungen zufolge vergewaltigt, zudem wies ihr Leichnam acht verschiedene Bisswunden auf. Zahnmediziner hatten Stinson seinerzeit für diese Bisse verantwortlich gemacht, obwohl eine Zahnlücke dem zu widersprechen schien. Einen endgültigen Beweis konnten jedoch erst neuere DNA-Tests erbringen. Dennoch bestehen der Staatsanwaltschaft zufolge weitere Zweifel in dem Fall. Binnen sechs Monaten muss nun entschieden werden, ob ein neuer Prozess gegen Stinson angestrengt werden sollte. Er selbst hat stets seine Unschuld beteuert.

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