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Können wir Vorarlberger heuer Urlaub am Gardasee machen?
Können wir Vorarlberger heuer Urlaub am Gardasee machen? ©Pixabay

Urlaub am schönen Gardasee - So ist die Lage

"Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall", sagt der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda. 
Der schöne Gardasee
NEU
Ab Sonntag wieder Urlaub in Spanien möglich

Der Gardasee – auf Italienisch Lago di Garda und umgangssprachlich Bènaco – ist ein im Norden Italiens gelegenes Binnengewässer. Die nördlichen Ufer des Sees liegen inmitten der Alpen südlich von Trient, und die südlichen Ufer zählen bereits zur Po-Ebene. Er ist damit der größte See Italiens.

Der See zählt wegen seines milden Klimas, den herrlichen am Seeufer gelegenen Stränden und den malerischen Ortschaften und Buchten zu den beliebtesten Urlaubsregionen Italiens.

Hinzu kommt, dass sich die Anfahrt für einen Gardasee Urlaub komfortabel per Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug gestalten lässt. Deswegen ist er unter anderem bei uns Vorarlbergern so beliebt.

Copyright Gardasee.at

Urlauber kommen wieder

Seit dem 3. Juni 2020 ist die Einreise nach Italien aus Österreich wieder ohne Einschränkungen möglich. Touristen treffen nach der langen Corona-Sperre langsam wieder an ihren beliebten Urlaubszielen in Italien ein. "In Limone kommen wieder deutsche Urlauber an", sagte die Sprecherin der Kommune Limone sul Garda am Montag der dpa.

Keine Masken am Strand

Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber. Anfang Juli würden alle Hotels wieder öffnen. "Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall", sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der dpa. "Unser Ort ist immun."

Vergangenes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt - mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. 

Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand.

Mittlerweile ist auch der Freizeitpark Gardaland nach der monatelangen Corona-Pause wieder geöffnet. Die Besucher müssen dort im Voraus buchen und auch auf Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften Mund-Nasen-Schutz tragen.

Foto: Pixabay

Jedoch: Partielle Reisewarnung für die Lombardei

Die Grenzen sind wieder offen und viele Vorarlberger werden schon bald an den Gardasee stürmen. Und das, obwohl für den halben See im Grunde genommen eine Reisewarnung besteht. Denn für die italienische Region Lombardei gilt weiterhin eine partielle Reisewarnung der österreichischen Bundesregierung. „Wir raten Österreichern dringend von Reisen in diese Region ab“, betonte Außenminister Alexander Schallenberg unlängst bei einer Pressekonferenz.

Das Außenministerium schreibt auf seiner Webseite: "In Zusammenhang der Ausbreitung des Coronavirus und der anhaltend hohen Zahl an Infektionsfällen gilt für die gesamte Lombardei eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) – vor Reisen in die Lombardei wird gewarnt. Es wird darauf hingewiesen, dass es keine Flugverbindung zwischen Österreich und der Lombardei gibt."

Was man wissen sollte: Der Gardasee gehört fast genau zur Hälfte zur Lombardei. Beliebte Orte wie Sirmione, Desenzano, Salò oder eben Limone liegen in jener italienischen Region, die während der schlimmsten Coronakrise zahlreiche Schockbilder aus Krankenhäusern in die Welt sendete.

Foto: Pixabay

Rechtliches Risiko

Urlaub auf der westliche Gardasees kann sogar rechtliche Probleme erzeugen. Der „Österreichische ReiseVerband“ warnt: „Wir dürfen darauf aufmerksam machen, dass bei Reiseversicherungen kein Versicherungsschutz für Reisen besteht, die trotz Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums angetreten werden."

Gardasee-Neustart im Juli

Ein bedeutender Teil der Wirtschaft in Italien hängt vom Tourismus ab. Der Bürgermeister von Rimini, Andrea Gnassi, nannte die Corona-Pandemie einen "Meteoriten", der auf den Tourismus eingestürzt sei.

Um österreichische Touristen werben Hoteliers am Gardasee. "Bis Ende Juni rechnen wir nicht wirklich mit einem Neustart des Tourismus aus Österreich. Die Urlaubssaison wird für uns nicht vor Juli beginnen", sagte Marco Girardi, Direktor der Tourismusvereinigung des Gardasees.

Die Saison geht üblicherweise von März bis Oktober, bis jetzt sei sie wegen Corona komplett ins Wasser gefallen, sagt Martinelli. "Wir hoffen aber, nun wieder etwas reinzuholen."

Die Zahl der Infektionen geht in Italien seit Wochen zurück.

Neue Reisewarnungen für diese Länder

AK: Die 7 wichtigsten Fragen rund um Corona und Urlaub

* Mein Chef will wissen, wo ich meinen Urlaub verbringe. Muss ich ihm das sagen?

Klare Antwort: Nein! Urlaub ist und bleibt Privatsache. Das Urlaubsziel geht den Arbeitgeber nichts an.

* Mein Arbeitgeber hat angekündigt, dass ich einen negativen Corona-Test vorlegen muss, sollte ich ins Ausland fahren. Und ich muss ihn selbst bezahlen.

Eine Verpflichtung zur Vorlage eines negativen Corona-Tests gibt es nicht. Sollte die/der Beschäftigte dem Verlangen des Arbeitgebers freiwillig nachkommen, dann muss der Arbeitgeber die Kosten des Tests ersetzen.

* Unser Chef hat mit Kündigung gedroht, falls wir im Sommer ins Ausland fahren sollten.

Ein Auslandsaufenthalt darf nicht zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen. Wie gesagt: Wo man auf Urlaub hinfährt, ist und bleibt Privatsache.

* Mein Arbeitgeber setzt mich unter Druck, dass ich im Fall einer Quarantäne nach der Rückkehr aus dem Ausland kein Geld bekommen werde. Ist das korrekt?

Nein. Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne muss der Arbeitgeber Lohn oder Gehalt weiterbezahlen. Und er kann sich den Verdienst laut Epidemiegesetz von der Bundesregierung refundieren lassen.

* Kann ein Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verweigern, wenn ich mich im Ausland mit Corona angesteckt habe?

Nein, die Entgeltfortzahlung entfällt nur bei grober Fahrlässigkeit. Die ist aber alleine durch den Auslandsaufenthalt nicht begründet. Es müsste schon ein auffallend sorgloses Verhalten am Urlaubsort durch den Arbeitgeber nachgewiesen werden.

* Darf ich ins Ausland fahren, auch wenn dort eine Reisewarnung (Stufe 5) gilt?

Ja, grundsätzlich darf man auch in Corona-Risikogebiete fahren. Allerdings kann es hier bei einer Ansteckung oder einer angeordneten Quarantäne zu Problemen kommen.

(APA) )(Red.)

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