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Upper Austria Ladies in Linz als Abgesang der WTA-Tour 2020

Turnierdirektorin Sandra Reichel erwies sich als Kämpferin
Turnierdirektorin Sandra Reichel erwies sich als Kämpferin ©APA (Archiv)
In Linz endet es dieses Jahr. Erstmals ist das Upper Austria Ladies in Oberösterreichs Hauptstadt der (vorzeitige) Schlusspunkt hinter eine von der Coronavirus-Pandemie ebenfalls gebeutelte WTA-Saison. Das Traditions-Tennisturnier feiert dieses Jahr seine 30. Auflage, doch das hatte man sich ganz anders vorgestellt: Keine Zuschauer wegen der stark gestiegenen Coronafälle, keine große Jubiläumsfeier und auch nicht ganz das Spielerinnenfeld, das man sich gewünscht hätte.

Turnierdirektorin Sandra Reichel erwies sich dennoch als Kämpferin. "Wir müssen froh und dankbar sein, dass wir das Turnier durchführen dürfen. So selbstverständlich ist das jetzt nicht", meinte Reichel am Freitag im Gespräch mit der APA. "Wir haben eine Nummer 11 der Welt am Start", meinte Reichel und sprach die Weißrussin Aryna Sabalenka an. Mit dabei ist u.a. auch die argentinische Sensations-Halbfinalistin der French Open, Nadia Podoroska.

Für Schlagzeilen könnte Sabalenka sorgen, wenn sie in Linz zumindest das Viertelfinale erreicht: Dann "boxt" sie im WTA-Ranking nämlich die zehntplatzierte Serena Williams aus den Top Ten, ist selbst erstmals in diesem Kreis und bleibt es auch bis Jahresende.

Im Gegensatz zu Wien haben in Linz, wo nicht nur das letzte WTA-Turnier 2020 stattfindet, sondern auch kein Konkurrenzturnier weltweit mehr stattfindet, nicht reihenweise Stars angeklopft. Geschadet haben da zwei Dinge: "Durch die mediale Aufmerksamkeit, dass in Österreich ein Lockdown ist, haben mich viele Leute kontaktiert, ob man überhaupt noch einreisen darf. Das hat ein paar Spielerinnen verunsichert", verriet Reichel.

Zudem hätten einige Spielerinnen ihre Saison davor "geistig schon beendet". "Es wäre schön gewesen, eine Top-Ten-Spielerin hier zu haben, aber in dem Fall sind die Rahmenbedingungen anders."

Die Organisation in Corona-Zeiten hat sich als äußerst schwierig gestaltet. Ein 90-seitiges Covid-19-Manual muss befolgt werden. "Es wäre ein Leichtes gewesen, nach dem Lockdown zu sagen, wir machen es dieses Jahr nicht, aber ich gebe nicht so schnell auf", sagte Reichel. Gemeinsam mit dem Wiener Stadthallenturnier haben man ein Zeichen setzen wollen. "Wir wollen Zuversicht vermitteln - für den Tennissport und auch für den Sport generell", so Reichel.

Zwei von drei Wildcards musste Reichel noch bis Freitag, 16.00 Uhr freihalten, falls doch noch eine Top-20-Spielerin kurzfristig anklopfen sollte. Ist dem nicht so, so werden die "Freikarten" ins Hauptfeld an die Österreicherinnen Julia Grabher und Mira Antonitsch gehen. Zusagen konnte Reichel das aber (noch) nicht.

Neu in Linz ist das "Hawk eye live", also neben dem bekannten "Hawk eye" wird es auch wie in Wien ein "electronic line calling" geben. Die Linienrichter werden also, um auch das Personal in der Coronakrise gering zu halten, eingespart. Das System kostet gesamt rund 100.000 Euro, so Reichel.

Aus sportlicher Sicht erwartet die langjährige Turnierdirektorin einen hochwertigen Saisonausklang. "Wir haben teilweise Spielerinnen dieser jungen 'next generation' am Start. Vielleicht startet wie letztes Jahr Coco Gauff auch wieder eine durch in Linz." Und für Barbara Haas, Österreichs Nummer 1, hofft sie auf deren überfälligen ersten Linz-Hauptrundensieg. "Da muss ich mich wiederholen: sie hat das Potenzial, wenn sie einmal so ein Match gewinnt, kann sie weiter durchstarten. Ich würde es ihr wünschen."

(APA)

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