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Unverständnis für Kultur-Förderung für KTM und Backaldrin

Die florierenden Unternehmen erhielten tausende Euro Förderung
Die florierenden Unternehmen erhielten tausende Euro Förderung ©APA
Die Kulturförderung in Oberösterreich sorgt weiter für Unverständnis. Nachdem die oö. Kulturplattform (KUPF) entdeckt hatte, dass KTM für die neue Motohall eine Millionen-Subvention erhält, wurde am Dienstag vom Land bestätigt, dass, wie "Der Standard" berichtete, auch Backaldrin für sein Museum "Paneum - Wunderkammer des Brotes" 100.000 Euro bekommen hat.

Beide Kulturförderungen für die florierenden Unternehmen gehen auf das Jahr 2015 zurück, als Josef Pühringer (ÖVP) noch Landeshauptmann war. Die finanzielle Unterstützung für das Museum des Motorradherstellers in Mattighofen (Bezirk Braunau) und jenem des Backmittelherstellers in Asten (Bezirk Linz-Land) wurde jeweils mit den Stimmen aller Regierungsmitglieder von ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grüne beschlossen.

Das Büro des jetzigen Landeshauptmannes Thomas Stelzer (ÖVP), der auch die Kulturagenden betreut, schlüsselte die genauen Beträge der APA wie folgt auf: Für KTM wurde vor vier Jahren eine "Kulturförderung in der Höhe von 1,8 Mio. Euro zugesagt. Sie ist auszuzahlen in drei Raten zu je 600.000 Euro. Die erste Rate wurde 2018, die zweite Rate im Juli 2019 in der Regierung einstimmig beschlossen", heißt es. Begründet wurde die Millionen-Gewährung damit, dass "das Konzept laut Förderrichtlinien vorab vom OÖ. Museumsverbund geprüft und für wertvoll befunden" worden sei. Die Förderung gehe auch nicht an KTM, sondern an den Betreiber des Museums, also die KTM Motohall GmbH. Das Gleiche gelte auch für das Paneum von Backaldrin. Das Museum zeige "die Geschichte und eine bemerkenswerte Sammlung zum Thema Brot, die nur mit dem Brotmuseum in Ulm vergleichbar" sei, wurde als Begründung für die Subvention von 100.000 Euro genannt. "Die erste Rate (35.000 Euro) wurde 2017, die zweite Rate (65.000) 2018 Jahr beschlossen." Für das Paneum, als "Kulturprojekt geplant", seien "die Voraussetzungen für die Förderung alle gegeben", heißt es auch aus dem Unternehmen.

Darüber hinaus wird die Motohall noch mit Bedarfszuweisungen über die Gemeinde Mattighofen gefördert. Hier hat das zuständige Ressort von Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) bereits erklärt, dass 2,145 Millionen Euro Bedarfsmittel an die Gemeinde im Zusammenhang mit dem KTM-Projekt bewilligt und davon 92.000 Euro bisher ausbezahlt wurden.

Aber nicht nur die Tatsache, dass offenbar die großen Unternehmen aus den vollen Fördertöpfen schöpfen können, ärgert KUPF-Geschäftsführer Thomas Diesenreiter. Denn in einem Atemzug sei das "2018er Förderbudget für zeitgenössische Kunst und Kultur empfindlich gekürzt" worden. Die 3,56 Prozent seien nur ein "Teil der Wahrheit". Tatsächlich sei es gegenüber Dezember 2017 um ganze 18,4 Prozent in absoluten Zahlen 1,2 Millionen Euro reduziert worden, rechnet er vor. Denn vom beschlossenen Förderbudget seien 200.000 Euro einfach nicht ausbezahlt worden und Rücklagen von einer Million Euro, die versprochen worden seien, zurückgehalten worden. Die Konsequenz für die KUPF: Der Landesrechnungshof soll die Prüfungspraxis des Landes unter die Lupe nehmen.

(APA)

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