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Unterstützung der pflegenden Angehörigen

Erst durch die Unterstützung der ambulanten Dienste wird es vielen Vorarlberger Familien möglich gemacht, ihre pflegebedürftigen Angehörige zu Hause zu betreuen.

“Diese unschätzbare Arbeit ist aus unserer Soziallandschaft nicht wegzudenken”, würdigte Landesrätin Greti Schmid bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Mobile Hilfsdienste (Arge MOHI) am Mittwoch in Feldkirch dieses Engagement.

Schmid betonte die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von pflegenden Angehörigen, ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen, um die Qualität des Pflegenetzes zu sichern. Den MOHIs komme dabei eine besondere Rolle zu. Schmid: “Neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung durch die Hauskrankenpflege braucht es auch ein geordnetes Umfeld, in dem die Menschen alt werden können. Es geht dabei etwa um die Aufrechterhaltung des Haushaltes und darum ein Essen zu haben bzw. auch um soziale Kontakte. Dafür bieten die MOHIs hauswirtschaftliche Leistungen, mitmenschliche Begleitung und pflegerische Hilfe unter Anleitung an.”

Einige Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit dieser Angebote: Im Jahr 2000 wurden 1.939 Menschen von 1.161 MOHI-Helferinnen und –Helfern betreut, 2004 waren es 2.711 Pflegebedürftige und 1.532 Hilfskräften. Die Zahl der jährlichen Einsatzstunden im Rahmen der Arge MOHI hat in diesem Zeitraum von 235.000 auf 363.000 zugenommen. Land und Gemeinden haben ihr finanzielles Engagement entsprechend erhöht: von 800.000 Euro im Jahr 2000 auf 1,3 Millionen Euro im Jahr 2004.

Derzeit werden in Vorarlberg 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut. Um diese Leistungen angesichts der Entwicklung der kommenden Jahre – mehr Pflegepatienten, aber abnehmende familäre Ressourcen – künftig zu sichern, gelte es die mobilen Dienste weiter bedarfsgerecht auszubauen, zusätzliche Möglichkeiten der Tages- und Urlaubsbetreuung zu schaffen und sich vermehrt mit dem Umgang mit dementen Menschen zu befassen, so Landesrätin Schmid. Die Plattform “Pflegenetz Vorarlberg” sei der geeignete Boden, um all diese Themen systematisch und kompetent weiterzuentwickeln.

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