Unternehmen beantragten 1,03 Mrd. Euro Forschungsprämie

Österreichische Unternehmen haben im Vorjahr 1,03 Milliarden Euro an Forschungsprämie beantragt. Damit knackte die Wirtschaft das zweite Jahr in Folge die Milliarden-Marke. Rund 9.500 Anträge wurden eingebracht, davon 80 Prozent von Kleinen und Mittleren Unternehmen. Vom gesamten Fördervolumen floss nur knapp ein Drittel an KMUs. Das geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums am Freitag hervor.

Unternehmen können für ihre Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung die Forschungsprämie in Höhe von 14 Prozent beantragen. Damit können dann beispielsweise Lohnkosten für Forscherinnen und Forscher oder neue Forschungsgeräte bezahlt werden. Abgewickelt wird die Forschungsprämie von den Finanzämtern in Abstimmung mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Im Jahr 2018 wurde die Forschungsprämie von 12 auf 14 Prozent erhöht. Seither seien die beantragten Förderungen jährlich gestiegen: 2019 waren es rund 758 Mio. Euro, 2020 erstmals knapp über eine Milliarde Euro, so das Wirtschaftsministerium.

Die Forschungsquote, der Anteil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung am nominellen Bruttoinlandsprodukt (BIP), lag laut Statistik Austria im Jahr 2000 bei 1,89 Prozent und ist seither immer wieder gestiegen. Zuletzt, im Jahr 2020, erreichte sie mit 3,23 Prozent ihren bisherigen Höchstwert. Der Anstieg von 3,10 Prozent im Jahr 2019 auf 3,23 Prozent 2020 sei aber "allein dadurch bedingt, dass die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum noch stärker als die Forschungsausgaben zurückging", schreibt die Statistik Austria auf ihrer Website.

(APA)

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