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UNO-Suchtstoffkontrollrat warnt vor Knockout-Tropfen

Vor Knockout-Tropfen, die vor allem Sexualstraftäter einsetzen, um ihre Opfer gefügig zu machen, hat der UNO-Suchtstoffkontrollrat (INCB International Narcotics Control Board) am Mittwoch bei der Präsentation seines Jahresberichts in Wien gewarnt.
Die Mittel – Rohypnol wurde von Substanzen wie GHB und GBL abgelöst – werden den Opfer in ihre Getränke geschüttet. Wenn sie wieder aufwachen, können sie sich oft nicht mehr erinnern, was mit ihnen geschehen ist.

“Wir empfehlen den Opfern, dass sie ihren Urin sammeln sollen”, sagte INCB-Präsidentin Sevil Atasoy. Das sei oft der einzige Beweis, dass eine Vergewaltigung stattgefunden habe. GHB und GBL haben auch deshalb Rohypnol abgelöst, weil sie leichter erhältlich sind. Der INCB forderte im März des Vorjahres alle Länder dringend auf, Schritte zur Bekämpfung des Missbrauchs solcher Stoffe für sexuelle Straftaten zu unternehmen.

Atasoy wies darüber hinaus darauf hin, dass das Problem des Missbrauchs verschreibungspflichtiger Medikamente immer größer werde. Dabei geht es in erster Linie um Substanzen wie Codein, Morphin und Methadon. In den USA haben im Jahr 2008 laut INCB 6,2 Millionen Menschen rezeptpflichtige Arzneimittel missbraucht, mehr als die Gesamtzahl der Kokain-, Heroin-, Halluzinogen-, Ecstasy- und Inhalationsmittel-Konsumenten zusammen.

Fortschritte hat laut INCB der Kampf gegen den Opium-Anbau in Afghanistan gemacht. Die Produktion sei 2008 und 2009 zurückgegangen, die Anzahl der von Schlafmohn freien Provinzen in dem Land ist gestiegen. Das Land bleibe aber bei weitem der größte Produzent von Heroin und anderen Opiaten und habe sich außerdem zu einem wichtigen Hersteller von Cannabis entwickelt.

Apropos Cannabis: Europa ist weiterhin der größte Markt für Haschisch. Die Droge wird laut INCB zum einen aus anderen Regionen, etwa Afrika und Asien, eingeschmuggelt, zum anderen hier produziert. Praktisch alle Sicherstellungen von Kokain außerhalb von Amerika werden in Europa registriert. In Osteuropa wird der Markt für Opiate größer.

“Der Schmuggel ist eine Hauptbedrohung für die Sicherheit in Zentralamerika”, sagte Atasoy. In Mexiko habe sich die Zahl der Toten durch drogenbedingte Gewalt in den Jahren 2007 und 2008 verdoppelt.

Cannabis steht laut INCB weiter an der Spitze von Produktion, Handel und Missbrauch in Afrika. Westafrikanische Staaten sind weiterhin ernsthaft vom Kokainschmuggel betroffen. Laut dem Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der UNO (UNODC) wird Kokain im Wert von einer Milliarde Dollar (737 Mio. Euro) durch die Region geschleust, das Verteilernetz in Europa scheint intakt. Heroin kommt über Ostafrika auf den Kontinent. Ein Teil davon wird nach Westafrika, besonders nach Cote d’Ivoire weitergeschmuggelt und von dort nach Europa und Nordamerika. Die Netzwerke würden eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Versorgung spielen.

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