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UNO-Generalsekretär besucht Burma

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ist am Mittwoch auf dem Weg nach Burma im Nachbarland Thailand eingetroffen. Er reist an diesem Donnerstag weiter und hat am Freitag einen Termin mit dem burmesischen Juntachef General Than Shwe, wie sein Nothilfekoordinator John Holmes in Bangkok berichtete.

Es ist der erste bekannte Kontakt von Than Shwe mit der Außenwelt seit dem verheerenden Zyklon “Nargis” vor fast drei Wochen. Zwei Briefe Bans und mehrere telefonische Kontaktversuche waren nach Angaben der Vereinten Nationen unbeantwortet geblieben.

“Ich hoffe, Ban kann die Diskussionen fortsetzen, die ich begonnen habe”, sagte Holmes nach seiner Rückkehr aus Rangun. “Besonders, was die bessere Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft angeht.” Holmes hatte selbst mit Regierungschef General Thein Sein gesprochen. Der UNO-Generalsekretär muss für das Gespräch mit dem Juntachef in die neu errichtete Hauptstadt Naypyidaw rund 350 Kilometer nördlich der Hafenmetropole Rangun reisen.

Die burmesische Militärjunta öffnet das vom Zyklon “Nargis” verwüstete Land nur äußerst restriktiv für ausländische Hilfe. Das Regime weigert sich weiter, ausländische Helfer und tausende Tonnen Hilfsgüter über Schiffe ins Land zu lassen. Die Hilfe der US-Streitkräfte werde abgelehnt, da die USA das Land einnehmen und die burmesischen Ölquellen unter ihre Kontrolle bringen wollten.

Vor der Küste des südostasiatischen Landes kreuzen Schiffe der amerikanischen, französischen und britischen Marine mit Hilfsladungen an Bord. Allein die vier US-Kreuzer könnten 14 Hubschrauber, Landeboote und Amphibienfahrzeuge für den Einsatz in schwer erreichbaren Gebieten des Irrawaddy-Deltas bereitstellen. Nach UNO-Schätzungen brauchen mindestens 1,4 Millionen Menschen dringend Hilfe. Von den zweieinhalb Millionen Zyklon-Opfern seien bisher nur 500.000 erreicht worden, erklärten die Vereinten Nationen. Die offizielle Zahl der Todesopfer des Zyklons liegt bei 78.000. Zusätzlich gelten 56.000 Menschen als vermisst.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ist am Mittwoch auf dem Weg nach Burma in Thailand eingetroffen. Er hat am Freitag einen Termin beim burmesischen Juntachef General Than Shwe in der neuen Hauptstadt Naypyidaw, 350 Kilometer nördlich der Metropole Rangun, wie UNO-Nothilfekoordinator John Holmes in Bangkok berichtete. Zwei Schreiben des Generalsekretärs und mehrere telefonische Kontaktversuche waren nach Angaben der Vereinten Nationen unbeantwortet geblieben.

Ban sagte am Dienstag in New York kurz vor seiner Abreise nach Thailand, dass die burmesische Regierung den Einsatz von neun Hubschraubern des Welternährungsprogramms (WFP) genehmigt habe. Er ging nach eigenen Worten davon aus, dass auch die Erteilung von Visa für ausländische Helfer beschleunigt würde.

Während US-Hilfe an Land von der Junta abgelehnt wird, fliegen täglich Frachtmaschinen vom Typ C-130 Hercules fünfmal mit Hilfsgütern von Bangkok nach Rangun. Dort wird die Ladung an die Regierung übergeben, die die Verteilung der Güter nicht aus der Hand geben will. Die wirtschaftlichen Schäden gibt das Militärregime mit mehr als zehn Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) an, weshalb sie eine Geberkonferenz einberufen hat. Die Kontrolle über eventuelle Spenden will sich die Regierung offenbar selbst vorbehalten.

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