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UNO empfiehlt Atomkraft gegen Erderwärmung

Als Antwort auf die globale Klimaerwärmung empfehlen UNO-Experten in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht unter anderem eine drastische Umschichtung der Energie-Investitionen.

Dabei setzt das UNO-Klimasekretariat UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) vor allem auf Erneuerbare Energien und einen massiven Ausbau der Atomkraft, wie aus einem Bericht hervorgeht, der heute, Dienstag, bei der UN-Klimakonferenz in Wien präsentiert wird.

Da viele Klimaforscher und Umweltexperten einen Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und der CO2-Produktion durch den Menschen sehen, sollte nach Ansicht der UN-Experten die Zusammensetzung der Energieinvestitionen bis zum Jahr 2030 so verändert werden, dass dann um insgesamt 148 Mrd. Dollar (108,4 Mrd. Euro) mehr für AKWs, Wasserkraftwerke, andere erneuerbare Energieträger sowie in öl- und gasbetriebene Kraftwerke mit CO2-Filtern ausgegeben wird. Der gesamte Investitionsbedarf würde sich nach diesem Alternativ-Szenario sogar leicht reduzieren.

Gegenüber dem Referenz-Szenario der IEA (Internationale Energie-Agentur) sieht der UNFCCC-Bericht eine Reduktion der Investitionen in die Erzeugung fossiler Brennstoffe im Jahr 2030 um 59 Mrd. Dollar vor – bei Kohle von 20 auf 12 Mrd. Dollar, bei Öl von 154 auf 125 Mrd. Dollar und bei Erdgas von 148 auf 126 Mrd. Dollar.

Die Investitionen in Kohlekraftwerke sollten von 75 auf 24 Mrd. Dollar zurückgefahren werden und bei Gaskraftwerken von 39 auf 36 Mrd. Dollar. Dafür empfehlen die UNO-Experten, die Investitionen in Atomkraftwerke von 15 auf 40 Mrd. Dollar fast zu verdreifachen. Die Ausgaben für den Ausbau der Wasserkraft sollten von 37 auf 59 Mrd. Dollar steigen und die Investitionen in Erneuerbare Energien von 41 auf 79 Mrd. Dollar verdoppelt werden.

Insgesamt würden ohne Einigung auf „Klimaschutz“-Maßnahmen im Jahr 2030 weltweit 439 Mrd. Dollar in die Energieversorgung investiert werden – nach dem neuen Szenario, das zusammen mit anderen Maßnahmen ein Einfrieren der Treibhausgas-Emissionen auf dem jetzigen Stand ermöglichen sollte, wären es nur 432 Mrd. Dollar. Insgesamt spricht die Studie jedoch von einem zusätzlichen Investitionsbedarf in Höhe von 210 Mrd. Dollar im Jahr 2030.

Ein großer Teil der Finanzströme werde wegen ihres erwarteten starken Wirtschaftswachstums in die Entwicklungsländer fließen müssen, erklärte UNFCCC-Generalsekretär Yvo de Boer. Während 2030 auf die Entwicklungsländer 46 Prozent des Investitionsbedarfs entfallen würden, sollen diese Länder mit 68 Prozent zur weltweiten Emissionsreduktion beitragen.

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