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UniCredit setzt Anti-Mafia-Kämpfer als Banco di Sicilia-Präsident ein

Die UniCredit setzt eine Symbolfigur des Kampfes gegen die Mafia an die Spitze der sizilianischen Tochter "Banco di Sicilia". Der Unternehmer Ivan Lo Bello, Vorsitzender der sizilianischen Industriellen, ist zum Präsidenten der sizilianischen Bank ernannt worden, die die Bank-Austria-Mutter UniCredit im Zuge der Übernahme des römischen Geldhauses Capitalia übernommen hat.

Lo Bello steht an der Spitze des 13-köpfigen Aufsichtsrats, dem zum ersten Mal in der 140-jährigen Geschichte der sizilianischen Bank auch zwei Unternehmerinnen angehören, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Lo Bello führt seit Monaten eine intensive Kampagne gegen Verstrickungen zwischen Mafia und Wirtschaft. Der 44-jährige Unternehmer hat kürzlich angekündigt, dass der sizilianische Industriellenverband all jene Unternehmer ausschließen werde, denen Verstrickungen mit der organisierten Kriminalität nachgewiesen werden. Er folgte somit einem Appell des Staatsanwalts von Palermo, Roberto Scarpinato, der die Industriellen zu einem entschiedenen Vorgehen gegen das Eindringen der Mafia in die Wirtschaft aufgerufen hatte.

Unter Lo Bellos Druck hat der Arbeitgeberverband der süditalienischen Insel beschlossen, in Zukunft alle Mitglieder auszuschließen, die der Mafia Schutzgeld bezahlen. Die Reaktion der Mafia ließ nicht auf sich warten. Unbekannte verwüsteten das Verbandsbüro der Confindustria in der sizilianischen Stadt Caltanisetta. “Die Gewalt wird uns nicht stoppen”, meinte Lo Bello, der unter Polizeischutz steht.

“Auf Sizilien weht ein frischer Wind. Die Epoche der Banken und der Unternehmer, die die Marktregeln ignorieren, ist zu Ende. Jetzt gibt es eine Unternehmerelite, die für das Wohl der Region arbeitet. Dank der Revolte gegen die Mafia, die wir mit dem Industriellenverband geführt haben, haben wir Italien endlich ein positives Bild der industriellen Elite der Region gegeben. Wir haben bewiesen, dass wir vor der Mafia nicht resignieren. Jetzt müssen wir diesen Weg fortsetzen”, sagte Lo Bello im Interview mit der römischen Tageszeitung “La Repubblica” am Mittwoch.

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