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Ungetrübter Badespaß im Val Blu

Das Val Blu steht heuer vor besonderen Herausforderungen. Geschäftsführer Jakob Glawitsch sieht dennoch voller Zuversicht auf die kürzlich angelaufene Freibadsaison in die Zukunft und freut sich auf einen erholsamen Sommer zu Hause.

Die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Krise stellt unter anderem auch Hotels, Schwimmbäder und Saunen vor große Herausforderungen. Auch das Val Blu ist davon betroffen. Jakob Glawitsch, seit vier Jahren Geschäftsführer des Val Blu, hat mit seinem Team die Periode der Schließung für die Planung der Wiedereröffnung unter geänderten Bedingungen intensiv genutzt.

Die Coronakrise erforderte schnelle Maßnahmen, inwieweit war das Val Blu betroffen?

Glawitsch Wir waren in der Winter-Hochsaison als wir mit den Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Covid-19-Krise konfrontiert wurden. Wir wurden umgehend auf null ausgebremst, der Hotelbereich, die Saunalandschaft und das Hallenbad mussten sofort geschlossen werden. Die sicherlich sehr sinnvollen Maßnahmen haben uns voll getroffen – wirtschaftlich, aber auch emotional.

Was war für die Wiedereröffnung notwendig?

Glawitsch Auch während der zweieinhalb Monate „Stillstand“ hielten wir zu allen Mitarbeitern regelmäßig Kontakt und führten einen Informationsaustausch. Das war ganz wichtig und wir konnten schon frühzeitig zu planen beginnen, inwiefern ein sicherer Betrieb möglich ist. Die Motivation im Team hat in dieser Zeit extrem geholfen, trotz Schwierigkeiten, weil einerseits der Zeitpunkt der Wiedereröffnung lange unklar war, aber es auch ungewiss war, wie die Empfehlungen des Bundesministeriums konkret aussehen würden. So haben wir die Zeit für kleine Renovierungsarbeiten genutzt und unterschiedliche Konzepte erarbeitet, welche uns dann bei der Umsetzung sehr hilfreich waren. Wir konnten daher recht rasch mit den Vorbereitungen beginnen, es hat alles sehr gut geklappt.

Welche Vorgaben mussten berücksichtigt werden?

Glawitsch Für das gesamte Bad gelten die Vorschriften laut dem Bäderhygiene-Gesetz, diese sind ohnehin sehr umfassend. Wir haben immer schon auf einen hohen hygienischen Standard Wert gelegt, nun haben wir die Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen erhöht. Beim Eingang und bei den Gastronomiebereichen befinden sich Desinfektionsspender. Unser Personal trägt je nach Arbeitsbereich entweder einen Mund-Nasen-Schutz oder ein Gesichtsvisier. Im Sommer ist dies zwar nicht angenehm, aber die Sicherheit der Badegäste und auch des Personals hat Vorrang. Der Eingangsbereich bildet einen neuralgischen Punkt, wir haben dort Plexiglas-Scheiben angebracht, der Einlass findet im Einweg-Verkehr statt. Dasselbe gilt auch beim Kiosk.

Wie sieht es mit den vorgegebenen Besucherzahlen aus?

Glawitsch Diese sind sehr streng reglementiert, wir hoffen noch auf Lockerungen. Wobei unser Areal glücklicherweise sehr groß ist, auf den Liegewiesen ist sehr viel Platz und auch im Schwimmbecken, das 50 Meter lang ist, gibt es genügend Ausweichmöglichkeiten. Der vorgegebene Abstand im Wasser beträgt ein bis zwei Meter, dies kann von den Schwimmern gut eingehalten werden. Ich nehme an, dass die maximale Besucheranzahl an 90 Prozent der Tage nicht erreicht werden wird. Am Eingang erfolgt die Zählung automatisch, am Beckenrand sind Schilder aufgestellt, die auf die Begrenzung hinweisen. Der Bademeister kann nicht jeden Einzelnen im Wasser zählen, da ist die Eigenverantwortung der Schwimmer gefragt.

Wie wird vonseiten des Val Blu reagiert, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden?

Glawitsch Wenn dem Bademeister auffällt, dass sich im Becken ein Schwimmer mehrfach nicht daran hält, wird auf die aktuellen Regeln hingewiesen. Ich denke jedoch, dass die Selbstverantwortung der Besucher wichtig ist, damit der Betrieb gut funktionieren kann. Wir wollen unseren Besuchern schließlich nicht vorschreiben, wo sie sich hinzulegen haben. Die Wasserrettung und unsere Praktikanten unterstützen uns ebenfalls bei der Umsetzung der Maßnahmen. Darüber sind wir sehr froh.

Auch der Saunabereich ist nunmehr wieder geöffnet?

Glawitsch Ja, das war uns wichtig, um nach der Zeit des Lockdowns wieder einen Schritt Richtung Normalität zu gehen, auch wenn derzeit noch recht strenge Auflagen gelten. Zahlreiche wissenschaftliche Institute attestieren, dass bei Einhaltung der Abstandsregeln durch die hohe Temperatur in der Sauna keine Gefahr durch eine Ansteckung mit Covid-19 besteht, wir hoffen also noch auf baldige Lockerungen. Derzeit darf sich nur eine Person auf 10 Quadratmetern aufhalten. Für unsere Saunagäste bietet die Beschränkung jedoch auch einen enormen Vorteil: Sie haben ein viel exklusiveres Angebot mit einer wesentlich höheren Dienstleistungsqualität. Unsere Sauna-Landschaft mit Naturbadeteich und großer Liegewiese bietet eine wunderbare Erholungsmöglichkeit bei jedem Wetter.

Können Aufgüsse durchgeführt werden?

Glawitsch Die traditionellen Aufgüsse können wir momentan nicht anbieten. Aber wir haben uns etwas Besonderes einfallen lassen. Es werden nun Meditations-, Musik- und Klangschalen-Inszenierungen angeboten. Wenn das gut angenommen wird, kann ich mir vorstellen, dass diese Form der Aufgüsse auch in Zukunft weiter ausgebaut wird.

Wie sieht Ihre Sommerprognose aus?

Glawitsch Die Situation im Tourismus bleibt wahrscheinlich eher schwierig, vor allem wegen der Schließung der Grenzen. Das Reiseverhalten im Tourismus ist ein sehr ungewisser Faktor. Für die Badesaison bin ich sehr zuversichtlich und positiv gestimmt. Unsere Region bietet sehr viel, direkt vor der Haustür. Das ist mir gerade in der Coronazeit wiederum bewusst geworden. Ein Urlaub zu Hause bietet sich an, wir leben in einer herrlichen Gegend.

Über Jakob Glawitsch

Geburtstag 28. Februar 1985 in Graz
Wohnort Hard
Beruflicher Werdegang Gesundheitsmanagment- und Tourismus-Studium, danach mehrere Stationen im Controlling und in der Betriebsleitung bei einem internationalen Gesundheitskonzern, seit 2016 Geschäftsführer im Val Blu
Hobbys Bewegung in der Natur am Berg, Segeln

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