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Ungarn: Verhaftungen nach Brandkatastrophe

Nach einem durch Explosionen ausgelösten Großbrand in einer Feuerwerks-Fabrik bei Budapest sind die beiden Besitzer verhaftet worden.

Die Polizei hat illegal gelagertes Schießpulver gefunden. Noch vor zehn Wochen hatte die Polizei bei einer Sicherheitskontrolle in dem Depot nichts beanstandet. Den Besitzern seien keine Verfehlungen nachzuweisen gewesen, alle erforderlichen Genehmigungen hätten vorgelegen.

Drei Menschen sind ums Leben gekommen. Eines der Opfer war Arbeiter, die beiden anderen vermutlich ebenso. Weitere Tote wurden nicht befürchtet. Zehn Menschen erlitten Verletzungen. Zu den Ursachen des Unglücks leitete die ungarische Polizei am Freitag Untersuchungen ein.

Am Freitagmittag wurde das dritte Todesopfer gefunden. Es lag etwa hundert Meter vom Explosionsort entfernt. In der Nacht war die zweite Leiche auf dem abgebrannten Werksgelände geborgen worden, der erste Tote bereits am Donnerstagabend. Der Werksleitung zufolge hielten sich zum Unglückszeitpunkt am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter in der Fabrik auf. Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Gesamtschaden mehrere hunderttausend Euro.

Am Freitag suchte die Feuerwehr das Gelände noch nach eventuell glimmenden Stellen ab. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass intakt gebliebene Feuerwerkskörper explodieren könnten. In dem Depot befanden sich 50 Tonnen Sprengkörper, davon seien vermutlich zehn Tonnen explodiert.

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