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Ungarn: Kontrollen nach Al-Kaida-Drohung

Die ungarische Polizei verschärft landesweit ihre Sicherheitskontrollen, erklärte Landespolizeipräsident Laszlo Bene in den Spätnachrichten des Ungarischen Fernsehens MTV am Dienstag.

Grund ist eine Drohung der Terrororganisation Al Kaida gegen Ungarn, als Verbündetem der USA im Irak-Krieg. Diese Drohung hatte nach Meldungen des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera Al-Kaida-Vizechef Ayman al Zawahiri ausgesprochen, indem dieser die Moslems zum weltweiten Widerstand gegen die USA und ihre Verbündeten, so auch gegen Ungarn, aufgerufen hätte.

Laut TV-Bericht hätten ungarische Polizisten den Befehl eines „strengen und konsequenten Dienstes“ erhalten. Dabei solle sich die Aufmerksamkeit der Polizisten vorstärkt auf „herrenlose Pakete“ richten. Wie MTV wissen will, soll die Al-Kaida-Drohung gegen Ungarn trotz Beschwichtigung der Dienste für Nationale Sicherheit „sehr ernst“ genommen werden. Nach Bekanntwerden der Drohung hatte der zuständige Staatssekretär Andras Toth erklärt, es gebe keinerlei Angaben über eine „Erhöhung der Terrorgefahr“ in der Donaurepublik.

Während der Anti-Terror-Koordinationsausschuss am Dienstag in der Behörde für Nationale Sicherheit zusammentrat, soll dieser heute (Mittwoch) der Regierung die Empfehlung vorlegen, die Sicherheitsbestimmungen in Ungarn zu verschärfen, meldet die Ungarische Nachrichtenagentur MTI. Nicht nur in den ungarischen Auslandsvertretungen und in der ungarischen militärischen Mission im Irak, sondern in allen ungarischen Militärmissionen seien schärfere Schutzmaßnahmen wegen der Terrordrohung angeordnet worden, erklärte der ungarische Verteidigungsminister Ferenc Juhasz, Chef des Kabinetts für Nationale Sicherheit, im TV. Sich auf Geheimdienstquellen berufend, behaupten die TV-Nachrichten, dass die Leiter der Sicherheitsdienste bei der heutigen Sitzung des Kabinetts für Nationale Sicherheit keine Erhöhung der nach den Anschlägen von Madrid in Ungarn verordneten gesteigerten Sicherheitsmaßnahmen empfehlen werden.

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