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Ungarn: 13 Jahre lang eingesperrt

Eine 27-jährige Ungarin ist 13 Jahre lang von ihrem eigenen Vater, einem Gefängniswärter, in der gemeinsamen Wohnung gefangen gehalten und sexuell missbraucht worden.

Nachbarn haben offenbar nichts bemerkt, berichteten ungarische Tageszeitungen am Montag unter Berufung auf Sozialarbeiter. Diese hatten den Fall entdeckt, nachdem der Vater gestorben war.

Die Frau habe seit ihrem 14. Lebensjahr die Wohnung nicht mehr verlassen dürfen. Vor den Augen ihrer schwerkranken Mutter habe der Vater sie regelmäßig vergewaltigt. Wegen des ausgebliebenen Kontakts mit dem Sonnenlicht habe sie schneeweiße Haut und wirke „wie ein zwölfjähriges Kind mit grauen Haaren“, hieß es. Sie sei schwer traumatisiert, habe vor allen Menschen Angst und spreche nur fragmentarisch. Ungarische Medien bezeichnen sie nun als „ungarische Natascha“, in Anspielung auf die Österreicherin Natascha Kampusch, die acht Jahre lang Gefangene eines Kidnappers war und sich vor kurzem befreit hatte.

Die Sozialarbeiter waren auf den Fall aufmerksam geworden, als die schwerkranke Mutter der Frau nach dem Tod des Vaters um Hilfe bat. Der Vater habe sowohl seine Ehefrau als auch die Tochter oft brutal geschlagen. Inzwischen sei auch die Mutter gestorben. Nun wollen Sozialarbeiter versuchen, der jungen Frau zu einem normalen Leben zu verhelfen. Im Interesse des Opfers wollen die Behörden keine weiteren Einzelheiten bekannt geben.

Inderin 20 Jahre lang eingesperrt
Eine 36 Jährige angeblich geistig verwirrte Frau wird von ihrer Familie im ostindischen Bundesstaat Orissa seit mehr als zwei Jahrzehnten in einer fensterlosen Kammer eingesperrt. Die Eltern von Swarnaprava Pandava sagten der „Times of India” (Montag) zur Begründung, ihre Tochter habe zuvor Dorfbewohner angegriffen. Das Blatt berichtete, Mahlzeiten würden der Frau durch ein Loch in der Wand in ihren nur rund drei Quadratmeter großen Raum gereicht, den sie nie verlassen dürfe.

„Wir haben sie zur Behandlung in ein Regierungskrankenhaus und in einige andere Krankenhäuser gebracht”, sagte der Vater der Frau, Harekrushna Pandya, dem Blatt. „Auch einige Zauberheiler haben sie behandelt, aber ohne Erfolg, danach sperrten wir sie ein.” Dorfbewohner sagten nach Angaben der Zeitung dagegen, das Mädchen sei nie behandelt worden und früher in Lumpen herumgelaufen.

In der vergangenen Woche hatten die Behörden ebenfalls in Orissa einen angeblich geistig verwirrten Mann befreit, der von einer Familie mehr als 15 Jahre lang in einer Lehmhütte eingesperrt worden war. Nach dem jüngsten Zeitungsbericht wurde erwartet, dass die Behörden nun auch für die Befreiung der 36-jährigen Frau sorgen.

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