Unermüdlicher Einsatz fürs Tierwohl: ausgezeichnete Vorbilder

Alle zwei Jahre werden die VN-Tierschutzpreise verliehen. 2023 ist es wieder so weit.

Achtsamer und liebevoller Umgang mit landwirtschaftlichen, wilden und Haustieren soll der Öffentlichkeit gezeigt und Vorbilder vor der Vorhang geholt werden. Initiiert wurde der Vorarlberger Tierschutzpreis 2012 von damals TSO Pius Fink, LR Erich Schwärzler und CR Verena Daum. 2013 wurden erstmals Tierschutzpreise an engagierte Private, Landwirte und gemeinnützige Vereine vergeben. Wie der VN-Klimaschutzpreis wird auch der VN-Tierschutzpreis alle zwei Jahre verliehen. 2023 ist es wieder so weit. Gerne können sich Tierfreunde bei der Tierschutzombudsstelle melden.

Hoher Stellenwert

„Dem Tierwohl kommt in der Vorarlberger Landwirtschaft ein hoher Stellenwert zu“, betont Landesrat Christian Gantner. „So haben die von den Tierhaltenden täglich mit großem Verantwortungsbewusstsein betreuten Tiere eine klare Identität. Und zwar nicht nur in Form einer Ohrmarke, sondern auch durch einen Namen. Mit dem Vorarlberger Tierschutzpreis werden stellvertretend für viele vorbildlich Tierhaltende die Leistungen im Bereich der beispielhaften beruflichen und ehrenamtlichen Betreuung von Tieren ausgezeichnet. Klar ist auch: Jeder Einkaufszettel ist ein Stimmzettel für Qualitätsprodukte aus der ­Region sowie eine flächendeckende und zukunftsorientierte Landwirtschaft.

Regionale Lebensmittel schützen das Klima, sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze für unsere Talschaften und fördern das Tierwohl.“

Glückliche Tiere

Rundum wohlfühlen sich etwa die Yaks und Angusrinder der Tierschutzpreisträger Familie Hotz-Diem vom Yak Halden Hof in Lochau und Familie Ulrike und Michael Gassner vom Biohof Gassner in St. Gerold. Bei Simon und Günther Breuß in Übersaxen wurde der Hof in einen Laufstall für Mutterkühe sowie Ziegenstall mit großzügigem und hellem Fress- und Liegebereich mit Abkalbebox umgebaut. Auslauf erhalten die Mutterkühe in der Bündt, auf der Alpe und dem Maisäß.

Die Sommer-Mastschweine haben feine Duschen, viel Stroh, viel Platz und abwechslungsreiches Beschäftigungsmaterial. Seit 2020 gesellen sich auch Ziegen im Stall und im Sommer in Waldhaltung/Alpung dazu. Kleine Besucher sind immer willkommen und dürfen auch gerne die Tiere füttern.

Kreislaufwirtschaft

Bei Familie Kühne auf Lisilis Biohof in Meiningen beginnt die Kreislaufwirtschaft bei der muttergebundenen Kälberaufzucht: Die Kälber laufen mit den Kühen in der Herde mit, es gibt einen Kälberschlupf als Rückzugsort, permanenten Auslauf, die natürliche Bindung zwischen Kuh und Kalb sowie natürliches Erlernen sozialkompetenten Verhaltens ist hier möglich. Das Jungvieh wird gealpt. Es wird kein Grund- und Kraftfutter zugekauft! Es gibt Dauergrünland, Ackerfruchtfolgeflächen sowie Streue- und Schilfflächen. Auch die Eulenhilfe Vorarlberg wurde ausgezeichnet für den Einsatz, gefährdete Arten zu unterstützen und Nistmöglichkeiten zu schaffen und dadurch die Arterhaltung zu sichern. Stefanie Ludescher in Meiningen ist Nager- und Kaninchenexpertin und Selina Pinkelnig wurde gemeinsam mit Julian Breuß aus Rankweil für die artgerechte und liebevolle Kaninchen- und Hühnerhaltung ausgezeichnet. Der Einsatz für unsere fühlenden Mitwesen ist beeindruckend.

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